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Scrooge  Pflanzendoktor

Beiträge: 4688
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vom: Sa 10 Jan, 2009 17:31 |
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Ich dachte immer, Hügelbeete seien das gleiche wie Hochbeete, nur ohne aufwendige Rahmenkonstruktion? D. h., ich war immer davon ausgegangen, daß ein Hügelbeet alle paar Jahre neu aufgebaut werden muß, und sich daher eher für einjähriges Gemüse, und weniger für mehrjährige Pflanzen eignet. Oder verwende ich gerade die falsche Bezeichnung dafür?
Wenn man einen "normalen" Erdhügel aufschütten will, muß man darauf achten, daß man nachher oben wieder guten Mutterboden hat. Gerade bei einer ehem. Weide (klingt für mich nach gut gedüngtem Boden ) fände ich es schade, wenn man den urspr. Boden allzuhoch zuschüttet.
Aber grundsätzlich würde ich das Ganze mit diesen hübsch-häßlichen Betonringen abstützen. Billiger geht es vermutlich nicht; und wenn es ordentlich bepflanzt ist, sieht es gar nicht so schlecht aus.
Gabionen hingegen bieten (gerade in Südlage) sicher einen sehr schönen Lebensraum für Eidechsen etc., aber kommen doch deutlich teurer.
Egal was man zum Abstützen nimmt, man sollte immer eine starke Neigung gegen den Hügel einplanen (d.h. z.B., die zweite Reihe Betonringe deutlich nach hinten versetzt anlegen, etc.); und eigentlich als Laie nicht unbedingt höher als zwei Reihen Gabionen bzw. zwei (max. drei) Reihen Betonringe bauen. Je höher die Sache ist, desto eher verrutscht sie irgendwo; das sieht dann sehr häßlich aus, und kann auf Dauer zum Sicherheitsrisiko werden.
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biotekt  Gärtner

Beiträge: 62
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vom: Sa 10 Jan, 2009 17:42 |
Mel hat Folgendes geschrieben:
@biotekt
Liebenswürdig wie immer
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Hallo Mel
was erwartest du nach deiner Vorlage?
Zitat:
Jetzt fällt mir auch glatt wieder ein, warum du einen roten Renomeepunkt hast! Solltest du meinen, dass du hier in dem gleichen Ton weitermachen kannst, wie du damals aufgehört hast...täuscht du dich!
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Auf die Gefahr hin, mir noch einen "roten Renomeepunkt" einzufangen, bitte ich andere Leser um eine objektive Wertung, wer aktuell einen solchen verdient.
Den bisherigen "trage ich mit Fassung", denn ich weiß ja, woher er kommt. Ich hab es auch heute nicht nötig, mich unwidersprochen anpflaumen zu lassen.
Zitat:
Und was rätst du jetzt Marc, wenn er trotzdem ein Hochbeet machen möchte?
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Nichts.
Ich hab ihm als Windschutz zu weiteren Hecken geraten, denn das halte ich für eine einfache und effektive Methode, die den Bedürfnissen größerer Rebstöcke (in deren Windschatten) im Allgemeinen hierzulande gut entspricht.
Hügelchen und Mäuerchen sind vor allem geeignet, um (punktuell) sehr bodennah die Windgeschwindigkeiten zu mindern, Das hilft gegen Erosion und Feuchteverluste aber das sind üblicherweise nicht die typischen Probleme von (ggf. "fetten") Weiden, die vermutlich irgendwo im deutschen Flachland liegen.
Nachtrag: Im Übrigen hatte ich eher den Eindruck, dass er an der Grenze einen Hügel anschütten will, der dann einen "Weinberg" darstellen soll. Ich halte das für einen großen Aufwand, der sich wohl kaum angemessen auszahlt.
Grüße
TB
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Gartenplaner  Hauptgärtner

Beiträge: 291
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vom: Sa 10 Jan, 2009 18:15 |
Hallo,
ergänzend zu Scrooge wollte ich noch anmerken, dass man, wenn man in einem Bereich des Gartens einen Hügel aufschütten möchte, zuerst die vorhandene Schicht Mutter- oder Oberboden abtragen muss, also ungefähr 30cm tief, dann kann man den Kern des Hügels aufschütten, das muss dann Unterboden sein, darauf kommen dann abschliessend wieder 30cm Mutterboden - der vorher abgetragene oder neu herangebrachter.
Schüttet man Oberboden höher als 30-50cm auf oder überschüttet man vorhandenen - je nachdem, wie lehmig er ist - kann es in der Tiefe zu Fäulnisprozessen kommen, die definitiv nicht gut für jegliche Pflanzenwurzeln sind.
Beste Grüße,
der Gartenplaner
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m_hofmann2001  Obergärtner

Beiträge: 568
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vom: Sa 10 Jan, 2009 19:01 |
Hallo nochmal,
hier ist es ja richtig rund gegangen.
@Mel, gute Idee mit der Weinlaube, sieht bestimmt auch hübsch aus, aber wie gesagt, hält halt oft der Wind drauf nd da habe ich Angst, dass die ganze Konstruktion früher oder später wegfliegt.
@Roadrunner, das ist ja richtig Raffiniert, wie die das machen, aber wie genau, sind die anlagen angelegt. Ich werde da nicht so ganz schlau draus... Kannst du mir das mal erklären, für ganz blöde halt!
@biotekt, bitte hier nicht rumpöbeln, klar jeder hat seine Meinung. also bitte.
Naja, ich denke, ich werde es ein bischen auffüllen und auf die Rückseite Sträucher als Windschutz pflanzen und davor zwei Reihen Weinreben...
Mein eigentliches Ziel war es halt, einen kleinen Weinberg zu konstruieren, aber wenn das so nicht geht, muss ich es halt anders machen.
Gruß
Marc
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aceituna  Gärtnermeisterin

Beiträge: 2122
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Roadrunner  Druidin

Beiträge: 21606
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Wiederda  Azubi

Beiträge: 1
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vom: Sa 10 Jan, 2009 20:45 |
[quote="m_hofmann2001"]
@biotekt, bitte hier nicht rumpöbeln, klar jeder hat seine Meinung. also bitte.[/qoute]
Zu angeblich meinem "Pöbeln" .... Ich zitiere zur Gedächtnisauffrischung:"Verfasst am: Sa 10 Jan, 2009 15:45
Oh Herr biotekt! Welch eine Ehre!
Wenn sie bezweifeln, dass der Windschutz sinnvoll ist, dann wird es ihnen bestimmt auch keine große Mühe bereiten- mit ihrem großen Fachwissen- tolle nachbaubare Tipps zu geben oder irre ich mich da?"
Ganz abgesehen davon, dass ich allgemein den Sinn eines Windschutzes überhaupt nicht in Zweifel gezogen habe, hat Mel ohne jeden Anlass meinerseits und von niemandem angefragt Ihre ganz persönliche Antipathie in den Thread eingeworfen. Ich finde das dummdreist und nicht tolerierbar! Ich habe meinerseits nicht gepöbelt, sondern Mels vorstehend zitierte Pöbelei beim Namen genannt! (Mit dieser Klarstellung dürfte dann auch die Sperrung/Verbannung von "Wiederda" gesichert sein - macht nichts, )
Zitat:
Naja, ich denke, ich werde es ein bischen auffüllen und auf die Rückseite Sträucher als Windschutz pflanzen und davor zwei Reihen Weinreben...
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Wall und Hecke kombiniert sind natürlich besser als eines der beiden alleine und stellt vermutlich die optimale Lösung für deine Rebpflanzung dar.
Ob sich eine Aufschüttung allerdings lohnt, kannst momentan nur du entscheiden. Das hängt von sehr vielen Faktoren ab - u.a. auch davon, welcher Aufwand dir tatsächlich entstünde. Es geht ja nicht nur um die Beschaffung von ein paar LKW voll "Dreck" sondern auch um das Drumrum - z.B. wieviel Bodenfläche durch Lkw-Befahrung des Grundstückes u.U. verdichtet wird und wieder hergerichtet werden muss.
Zitat:
Mein eigentliches Ziel war es halt, einen kleinen Weinberg zu konstruieren, aber wenn das so nicht geht, muss ich es halt anders machen.
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Ich will (und kann, da ich ja weder Ort/Lage) noch Größe des Geländes kenne) dir deine ursprünglich Idee gar nicht ausreden, aber aus meiner Sicht bringt - wie gesagt - eine künstlich anzulegende Schräge zu wenig, um den Aufwand zu begründen.
Allgemein bewirkt ein Hügel eher höhere Windgeschwindigkeiten. Ein gerader Wall bietet (außerhalb der Randzonen - etwa mittig auf etwas mehr als halber Länge) im Lee einen beachtenswerten Windschatten, dessen Länge am Boden von der Höhe abhängt. Ein gekrümmter Wall bietet im Innern den bestmöglichen Windschutz (auch für wechselnde Windrichtungen) aber in diesem Fall sollten die Reben an der tiefsten Stelle stehen- als nix "Weinberg", sondern umwalltes "Weinfeld".
Wenn du evtl. (weit) abseits der Weinbaugebiete mit anspruchsvoll[er)en Sorten arbeiten willst, dann erfordert dies natürlich generell einen hohen Aufwand und dann können selbstverständlich auch bauliche Maßnahmen sinnvoll - ggf sogar unverzichtbar - sein. Sie können aber meistens eine standortgerechte Sortenauswahl sowie opimal sonnenxponierte Pflanzung und entsprechende Leitung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.
Nochmal zu den Windschutzeinrichtungen auf den Kanaren. Diese Konstruktionen dienen wohl vor allem dem Schutz vor Feuchteverlusten. Das brauchen wir hierzulande nicht - eher im Gegenteil; hier muss der Rebstock durchströmt werden..
Und nu erst mal tschö, vermutlich für immer.
Grüße
TB
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Gartenplaner  Hauptgärtner

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Rose23611  Pearl Of Green

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Lapismuc  Pflanzenprofessor

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