 |
Vorheriges Thema anzeigen:
|
 |
Seite 3 von 3
 |
|
 |
 |
Maikäfer  Gärtnermeisterin

Beiträge: 1136
 |
 |
|
|
 |
 |
 |
 |

 |
|
 |
 |
DonnaLeon  kleines Scheusal
Beiträge: 6190
 |
 |
|
|
 |
 |
 |
 |

 |
|
 |
 |
Indigogirl  Pflanzenprofessorin

Beiträge: 8303
 |
 |
vom: Fr 28 März, 2008 17:11 |
So, wie schreibe ich das jetzt, dass mir nicht gleich jeder den Kopf abreißen will...???
Ich versuch's.
1. In der Berichterstattung von Mara fehlen mir einige wichtige Details:
war der Hund angeleint (ist ja nun schon rausgekommen, dass nicht), wie groß war der Hund und ist der Hund auch nach der verbalen Auseinandersetzung noch hinter dem Jogger hergerannt?
Ihr reagiert hier alle so entsetzt, weil da steht „ein 5 Monate alter Welpe“... entschuldigt bitte, aber als der Schäferhund von unseren Bekannten 5 Monate alt war, konnte der einen unvorbereiteten Erwachsenen schon fast von den Füßen hauen, wenn er angerannt kam und einen ansprang. Gleiches gilt für den inzwischen 6 Monate alten Hund unserer Nachbarn, ebenfalls ein kleines „Kalb“ (verzeiht den Ausdruck, aber das beschreibt die Größe und das Gewicht am besten).
Es wird auch nicht berichtet, ob der Hund vielleicht immer noch hinter dem Jogger her war, nachdem der weitergelaufen war und die Reaktion des Joggers nicht vielleicht Notwehr war.
Eine Frau mit ihrem kleinen Kind und einem unangeleinten 5 Monate alten Welpen... natürlich konnte die den Hund nicht so schnell zurück rufen, weil sie sich um das Kind kümmern musste – das macht den Hund eventuell nicht weniger gefährlich und die Frau eventuell nicht weniger schuldig.
2. Ich bin einmal von einem Hund angegriffen worden, weil „Frauchen“ nicht mit dem Hund umgehen konnte. Sie hat ihn zu locker an der Leine gehalten, dem Hund damit zu wenig Sicherheit und Führung gegeben und der Hund fühlte sich von der Truppe Kinder mit der wir unterwegs waren bedroht (keines der Kinder hat ihn überhaupt beachtet). Da ich eine der Erwachsenen in dieser Gruppe war, ist der Hund auf mich losgegangen. Hätte ich damals den Mut gehabt und mich nicht so erschreckt, hätte ich vielleicht auch nach dem Hund treten sollen oder mich anders zur Wehr setzen sollen. Frauchen hat dann sogar noch geschimpft, wir Erwachsenen wären die Gefährlichen dort, nicht der Hund etc. - da wiederum hätte man vielleicht die Frau treten sollen, nicht den Hund.
Um eines klar zu stellen: Ich will hier nicht behaupten, dass ich das Verhalten des Joggers gut finde, oder was gegen Hunde (+ Besitzer) habe.
Wenn der Hund wirklich so klein war und der Jogger ohne Grund zurück kam und den Hund angegriffen hat – ja, dann ist es auch meine Meinung, dass er ordentlich bestraft gehört. Das ist eine bodenlose Frechheit!
ABER: Diese Geschichte scheint zwischen zwei (das Kind mal außen vor gelassen) Menschen im Wald geschehen zu sein, ohne Zeugen. Das „Schicksal“ des Joggers könnte genauso gut das schlimmere gewesen sein. Ebenso wie das „Schicksal“ der Mutter und des Hundes das schlimmere gewesen sein könnte. (Die Story klingt mir jedoch sehr danach, dass die verängstigte Mutter, die festgestellt hat, dass sie dem Hund nicht gewachsen war und einen Fehler gemacht hat, schnell ihre Version der Geschichte im Dorf erzählt, damit keiner auf die Idee kommen kann, dass sie vielleicht Schuld ist. - Mag aber sein, dass bei der Vermutung jetzt die gleiche Ungläubigkeit spricht, wie bei Euch: es kann doch nicht sein, dass ein Mensch einem Hund sowas ohne Grund antut!)
Ich finde es nur schade, dass Ihr Euch hier 3 Seiten lang über den Jogger aufregt, ohne genügend Fakten zu haben, um tatsächlich so richten zu können (Opuntia mal ausgenommen).
Ich kann da nur sagen, ich kann vielleicht die Seite des Joggers auch vestehen. Ich kenne einige Leute, die davon reden, wenn sie das nächste Mal von einem Hund ohne Leine angegriffen werden (ob der nur spielen will oder nicht, kann man leider nicht immer erkennen), dass sie sich dann ordentlich zur Wehr setzen werden, auch wenn das für den Hund tödlich endet.
Es gibt leider in den letzten Jahren vermehrt Hundebesitzer (natürlich längst nicht alle – ein Großteil der Hundebesitzer haben ihre Hunde gut erzogen und im Griff), die ihren Hunden nicht ansatzweise gewachsen sind – und solche Hunde/ Leute sind schlichtweg gefährlich.
Also: steinigt mich bitte nicht, ich möchte nur auch mal die andere Seite der Medaille zeigen.
|
 |
 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |

 |
|
 |
 |
RamblingRose  Pflanzendoktorin

Beiträge: 4231
 |
 |
|
|
 |
 |
 |
 |

 |
|
 |
 |
Mara23  Nebet Wadjet

Beiträge: 16034
 |
 |
vom: Fr 28 März, 2008 17:24 |
Oh Leute, kommt mal alle wieder runter...
Wenn ich geahnt hätte, dass das hier so heiße Diskussionen auslöst
-für-wider Jogger
für-wider Frau/ Kind/ Welpe-
dann hätte ich dieses Thema gar nicht erst angefangen.....
Ich hab es so geschrieben, wie es mir erzählt und wie es im Amtsblatt mit Suchanzeige nach dem Jogger und Tathergang geschildert wurde.
Keiner war dabei- es gibt nur die Aussage der Frau.
Wenn der Jogger "berechtigterweise" (ob nun die Betonklotzmethode sinnvoll war oder nicht...) gehandelt hätte, hätte er sich sicher schon längst gemeldet, um den Tathergang klar zu stellen. Denn das würde ihn ja selbst "entlasten".
Nachdem das leider nicht der Fall ist, spricht - für mich zumindest- einiges dafür, dass die Aussage der Frau doch recht glaubhaft ist.
Ich denke, wir sind uns alle einig, dass der Betonklotz unnötig war- denn das war ja eine vorsätzliche Handlung, die durch nichts zu entschuldigen ist.
Da der Jogger keine Verletzungen oder ähnliches vom Hund davongetragen hat, hätte es einfach bei einer verbalen Auseinandersetzung bleiben sollen.
Und niemand wäre zu Schaden gekommen....
Falls es Neuigkeiten geben sollte, werd ich wieder berichten......
|
 |
 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |


 |
|
 |
 |
RamblingRose  Pflanzendoktorin

Beiträge: 4231
 |
 |
|
|
 |
 |
 |
 |


 |
|
 |
 |
Loony  Pflanzendoktorin

Beiträge: 3287
 |
 |
|
|
 |
 |
 |
 |

 |
|
 |
 |
camel  Azubi

Beiträge: 12
 |
 |
vom: Sa 29 März, 2008 6:12 |
Hallo,
ich habe eure Diskussion interessiert mit verfolgt. Auch wenn ich im ersten Moment ein Haßgefühl dem Jogger gegenüber bekam, muß ich doch Indigogirl Recht geben. Es sollte immer auch die andere Seite gehört werden, um sich einen objektive eigene Meinung zu bilden.
Ich bin selbst Hundebesitzer und kenne beide Situation.
Bei uns in der Nähe ist ein Teil eines Waldes als Hundefreilauf freigegeben. Anstatt nur den andere Teil des Waldes zu nutzen, wird von Joggern aber den ganzen Wald bejoggt! Im Hunderfreilauf sollten die Jogger eigentlich damit rechnen, daß sie freilaufende Hunde begegnen werden. Jedoch dem ist nicht so. Die meisten fühlen sich belästigt oder stolpern gar über den Hund und es kommt zu einem Streit.
Ich selbst habe es nur beobachten können, weil ich meinen Hund sofort zu mir rufe, wenn ich einen Jogger sehe. Ich verstehe auch die Jogger, die geradeaus laufen und plötzlich eine Hund vor den Füßen rennt.
Wer Hunde kennt und versteht wird wissen, daß laufende (für Hunde flüchtende) Wesen instinktiv gejagd werden. Daß ist halt noch der Jagdtrieb, der in jedem normalen Hund mehr oder weniger steckt. Aber anders herum muß ein Hundeführer seinen Hund unter Kontrolle haben, ansonsten darf der Hund nicht frei herum laufen, schon allein deshalb, wenn er Wild in der Nähe wittert oder ein kleines Kind mit einem Wurstbrot vorbei läuft, oder er auch plötzlich über die Straße rennt, weil eine Katze gegenüber ist. Sowas kann böse Folgen haben. Nur vielen Hundebesitzern ist die Gefahr gar nicht so bewußt, bis es passiert. Sie behandeln den Hund wie einen Menschen, der sofort verstehen soll, was man ihm zu ruft.
Ich erlebe es auch immer wieder, daß frei laufende Hunde auf mich zu rennen, mich mit ihrer Sabberschnautze beschnüffeln und mich dann noch mit ihrem zuvor im Matsch durchgelaufenden Pfoten anspringen. Wenn ich die Hundebesitzer anspreche, sie sollen bitte ihren Hund zurück rufen, bekam ich schon des öfteren die Bemerkung, ich soll mich nicht so anstellen oder die Versicherung kommt schon für die Reinigung auf, oder ich werde den Hund nicht los, weil er überhaupt nicht auf Herr-/Frauchen hört bzw. die jagen erstmal den Hund hinterher, weil er auf deren Rückrufe nicht hört.
Nunja, dennoch ist die Tat des Joggers in keinster Weise zu entschuldigen! Der arme Hund kann überhaupt nichts dafür. Da Tiere mittlerweile keine Gegenstände mehr sind, hoffe ich, daß er gefaßt und empfindlich bestraft wird.
Ich kann mir gar nicht richtig vorstellen, daß er los läuft und mit einem Betonklotz zurück kommt. Erstmal ist Beton wirklich schwer, und sich überhaupt diese Mühe zu machen? Anscheinend war der 5 M. alte Welpe doch etwas größer, da der Jogger sonst mit einem Tritt auch einen großen Schaden verursacht hätte. Mit einem Betonklotz wäre ein kleiner Hund platt gewesen.
Nichtsdestotrotz würde ich der Mutter auch eine gewisse Teilschuld geben. Hätte sie mitgedacht und den Hund rechtzeitig zu sich gerufen oder geholt, dann wäre mit Sicherheit nichts passiert. Der Jogger wäre dann vorbei gelaufen und beide hätten friedlich ihren Weg weiter fortsetzen können.
|
 |
 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |


 |
|
 |
 |
ConnyB  Gärtnerin

Beiträge: 55
 |
 |
vom: Sa 29 März, 2008 12:39 |
Es ist doch nicht der Hund, der etwas falsch macht, ob nun Welpe oder ausgewachsen. Wenn jemand sich über Hundehaufen aufregt, heißt es "Schei.. Köt..", warum nicht "Schei.. Hundehalter"? Der Hund kann nur hinmachen, wo es ihm ermöglicht wird. Kein Hund will freiwillig auf irgendwelchen Betongehwegen sein Geschäft verrichten und es liegenlassen. Aber es ist ja einfacher, sich über diese Hunde aufzuregen, anstatt über die Besitzer, bzw. sie dann auch direkt damit zu konfrontieren.
Es wird auf einen kleinen hilflosen Welpen eingeschlagen, der nur freundlich sein wollte und evtl. spielen. Auf den Hundehalter (der den Fehler gemacht hat, den Hund frei herumlaufen zu lassen, und sich hätte bewußt machen müssen, daß es nicht jeder Mensch mag, wenn ein Hund, egal wie klein, auf ihn zurennt) ist der Jogger nicht losgegangen. Immer nur auf die Hunde, ob verbal oder direkt. Die verstehen gar nicht, daß es falsch ist. Der Welpe war es gewohnt, von jeden Bekannten betätschelt zu werden, weil er noch so klein ist. Woher sollte er nun wissen, daß der Jogger keiner von denen ist? Wenn jemand für den Hund mitdenken muß, und ja oder nein entscheiden muß, ist es der Besitzer. Aber über die wird sich selten offen aufgeregt.
Ich mag Hunde sehr. Aber wenn ich Hundehaufen auf dem Gehweg sehe, rege ich mich über die Besitzer auf, nicht über die Tiere. Ich selbst entferne die Haufen meines Hundes immer. Das gehört sich so.
|
 |
 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |



Seite 3 von 3

|
|