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FAQ - Canna indica (indisches Blumenrohr)

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Tipps und Infos zur Canna indica (indisches Blumenrohr)

Cannas vermehren:

Es gibt zwei Möglichkeiten, Cannas zu vermehren, entweder durch Samen, welche sich nach der Blüte bilden oder durch Jungtriebe, die die Mutter-Rhizome hervorbringen.
Bei der Vermehrung durch Rhizome kann man davon ausgehen, wieder die gleiche Sorte zu erhalten wie die Mutterpflanze. Bei Samen hingegen besteht die Möglichkeit, eine völlig neue Sorte zu bekommen.

Rhizome vortreiben:

Die Rhizome können in handelsübliche Blumenerde oder z.B. in ein Gemisch aus Gartenerde, Torf und etwas feinem Sand gepflanzt werden. Das Substrat muss auf jeden Fall gut durchlässig sein, um Staunässe und damit ein Verfaulen der Rhizome zu verhindern.
Das Vortreiben der Rhizome erfolgt am besten bei Temperaturen um 18°C. Will man die Canna später in den Garten setzen oder draußen im Kübel halten, so sollte mit dem Vortreiben zwischen Ende Februar und Mitte März begonnen werden. Dieser Vorlauf dauert in etwa 2 ½ bis 3 Monate und endet somit ziemlich genau nach der Zeit der „Eisheiligen“. Vor dem Ausbringen ins Freie sollte man die Jung-Pflanze erst abhärten. Das erreicht man durch z.B. Offenlassen des Gewächshauses oder stundenweisem Hinausstellen am Tag, wobei die Pflanzen anfangs nicht in die pralle Sonne gestellt werden sollen, da sonst die Gefahr von Sonnenbrand entsteht.
ACHTUNG: Weder die Canna-Rhizome noch die Canna-Pflanze verträgt Frost!!

Canna säen:

Die Zucht von Canna-Pflanzen aus Samen ist um einiges schwieriger als aus Rhizomen. Diese Form der Anzucht sollte man bereits Anfang bis Mitte Januar beginnen.
Bevor man die Samen in die Anzuchterde setzt, empfiehlt es sich, diese vorzubehandeln, da es sonst mehrere Monate dauern kann, bis sie keimen. Um die steinharte Samenumhüllung zu öffnen, verwendet man Sandpapier, das nicht zu grob, aber auch nicht zu fein sein darf (z.B. Körnung 100-150). Nun nimmt man den Samenkern zwischen zwei Finger und reibt ihn unter häufigem Kontrollieren so lange ab, bis in der Mitte ein kleiner, heller Punkt sichtbar wird. Die abgeriebenen Samen lässt man nun eine Nacht lang in etwas Wasser auf dem Heizkörper quellen. Nun nimmt man einen kleinen Blumentopf mit Anzuchterde und formt in der Mitte ein 3 bis 4 cm tiefes Loch. Hier hinein kommt nun ein vorgequollener Samen, der mit Sand oder Anzuchterde bedeckt wird. Gegossen wird in dieser Phase nur mit temperiertem Wasser. Da die Canna-Samen gerne warme Füße haben, passt ihnen ein Platz auf einem Heizkörper oder auf der Fußbodenheizung besonders gut. Nach zwei bis drei Wochen zeigen sich die ersten Blattspitzen. Sobald das erste Blatt ausgebildet ist, brauchen die Sämlinge viel Licht und es ist die Zeit gekommen sie umzutopfen. Nun brauchen sie gute, nahrhafte und durchlässige Erde und einen großen Pflanztopf. Nach dem Umtopfen werden sie angegossen und sollen künftig feucht, aber nie nass gehalten werden.

Canna ins Freiland pflanzen:

Sobald es garantiert keinen Nachfrost mehr gibt, kann die Canna ins Freiland gepflanzt werden. Sie bevorzugt einen sonnigen, windgeschützten Platz. Aber wie die aus Rhizomen gezogenen Pflanzen müssen auch die aus Samen gezogenen erst einmal ca. eine Woche lang abgehärtet werden.

Canna in Kübel pflanzen:

Die Kübelbepflanzung kann durchaus schon früher erfolgen, vorausgesetzt sie bleiben im Gewächshaus oder im Wintergarten, bis der letzte Frost vorbei ist. Auch in Kübeln brauchen Cannas einen sonnigen, windgeschützten Platz, der am besten auf Terrassen, an der Hausmauer oder unter einem Vordach zu finden ist.

Pflege im Sommer:

Im Sommer und Frühherbst braucht die Canna lediglich genügend Wasser und ausreichende Düngung. Durch die großen Blätter verdunstet sehr viel Wasser, deshalb sind besonders regelmäßige Wasserzufuhren von Bedeutung. Es empfiehlt sich, dies morgens noch vor Sonneneinstrahlung zu tun. Da Cannas gerne nachts blühen, sollte man die aufgeheizte Erde nicht am Abend mit einem Wasserguss abschrecken. Wird während starker Sonnenbescheinung (z.B. mittags oder nachmittags) mit kaltem Wasser gegossen, kann dies sogar das Eingehen der Pflanze zufolge haben. Die Düngung erfolgt vorzugsweise Ende Mai, Ende Juni, Anfang August und Mitte September.

Düngemittel für die Canna:

Ideale Düngemittel sind Hornspäne, Blaukorn, Kalimagnesia und Rinderdung.

Kreuzen der Canna:

Wie schon erwähnt, kann die Kreuzung zweier unterschiedlicher Canna-Arten eine völlig neue Sorte ergeben. Es gibt zwei Wege, um zu einer Kreuzung zu gelangen. Man kann es den Insekten und damit dem Zufall überlassen, was miteinander gekreuzt wird, oder man hilft mittels Wattestäbchen dabei nach.

Krankheiten und Schäden:

Cannas sind kaum gegen Krankheiten anfällig. Am ehesten kann es zu Blattwelke bzw. Blattbrand oder zu Pilzbefall einzelner Rhizome im Winterlager kommen.
Allerdings hängt die Wachstumsfreudigkeit der Canna von den Tagestemperaturen ab. Die wohltuendsten befinden sich zwischen 17°C und 28°C. Alles, was darüber oder darunter liegt, kann zu einem Wachstumsstopp führen.
Weitere mögliche Fehler sind ein zu undurchlässiges Substrat (Nässestau) oder zu hohe Düngerdosierung (Verkrüppelungen).
Werden die Rhizome im Winter bei zu hoher Temperatur gelagert (über 10°C), dann kann es zu einem verfrühten Austrieb kommen. Diese Triebe müssen dann auf etwa 5 cm zurückgeschnitten werden und es ist viel schwieriger, daraus noch einmal einen vernünftigen Blattaustrieb zu erzielen. Deshalb sollte man in milden Wintern das Rhizomlager häufiger kontrollieren.

Überwintern:

Wenn die Nachtfröste beginnen ist es wichtig, die Canna-Rhizome aus der Erde zu nehmen. Man sticht möglichst weiträumig um die Canna herum in den Boden ein. Weiträumig deshalb, weil sich die Jungrhizome oft weit außen entfernt von der Mutterpflanze befinden. Würde man sie verletzen, sind sie möglicherweise für die Aufzucht unbrauchbar.
Die sicherste Methode, die Rhizome über den Winter zu bringen, ist, sie nach dem Ausheben von der Erde zu befreien und gleich schon alles, was für die Weiterzucht nicht geeignet ist zu entfernen. Danach schneidet man die Blätter bis auf 10 cm ab. Die gesäuberten Rhizome legt man mit den Augen noch oben in eine Kiste oder Schachtel. Dort lässt man sie etwa eine Woche abtrocknen. Dann kann man sie entweder mit Torf oder Sand abdecken. Man kann sie aber auch frei liegen lassen. Man sollte sie monatlich kontrollieren, um eventuellen Fäulnisbeginn zu entdecken. Bei dieser Gelegenheit kann man sie leicht besprühen, um ein Austrocknen zu verhindern. Die Rhizome hält man im Winter dunkel.
Cannas, die in Kübeln gehalten werden, kann man auch direkt im vorhandenen Behälter in einen dunklen Raum stellen. Dabei werden ebenfalls die Blätter auf ca. 10 cm eingekürzt. Da der Erdballen im Winter stark eintrocknet und verhärtet, ist es aber vorteilhaft, sie wie die aus dem Garten geholten Rhizome zu behandeln. Sollte man aber dennoch eine Kübelüberwinterung versuchen, so müssen die Rhizome im Frühjahr von der Erde befreit und geteilt werden, bevor man sie wieder einsetzt, da sonst ihr Wachstum und ihre Blühfreudigkeit stark beeinträchtigt werden.

Folgende Bilder mit freundlicher Unterstützung und Erlaubnis von Herrn Volker Munsche:
Bilder über FAQ - Canna indica (indisches Blumenrohr) von Mo 14 Jul, 2008 16:53 Uhr
Rhizome.jpg
So werden die Rhizome eingepflanzt
Samen.jpg
So sollte der Samen nach der Behandlung mit dem Sandpapier aussehen
berwinterung.jpg
Das Winterlager für die Rhizome

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