Das Einmaleins des Pflanzenschutzes... - Pflanzenkrankheiten & Schädlinge - GREEN24

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Wo bin ich: Foren-ÜbersichtDie Welt der PflanzenPflanzenkrankheiten & Schädlinge

Das Einmaleins des Pflanzenschutzes...

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
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Hallo zusammen hier nun der Nachfolger, wichtiger bestandteil ist natürlich die Pflege dazu könnt ihr hier nach Lesen

http://green-24.de/forum/ftopic24544.html

Einführung, die drei Typen

Der Pflanzenschutz wird immer in einfacher Weise unterteilt in den Vorbeugenden, wo die Pflege dazu gehört bzw auch Sorten Robustheit gegen Krankheiten oder das Spritzen von Stärkungmitteln

Wenn es allerdings schon zu spät ist für Vorbeugend sollte man es auf die " Natürliche " Auswahl der Mittel achten. Pflanzenschutzmittel aus Essig Säure gegen Unkräuter oder Laugen haltige Mittel gegen verschieden Schädlinge. In Geschlossenen Räumen wie ein Wintergarten oder Gewächshäusern macht es meistens sogar Sinn Nützlinge einzusetzen. Dazu aber Später mehr....

Wenn alles nichts Hilft muss halt doch die Chemie " Käule " her. Ich hab es mal in Anführungszeichen gesetzt weil die Mittel die im Haus und Gartenbereich Zugelassen sind zum Glück nicht so Giftig sind wie im Profi Bau, aber es macht sie nicht Gesundheitsfördernder :-$

Nützlinge

Eine Vielzahl an Nützlingen ist uns schon bekannt, es handelt sich meistens um kleine Käfer die die Schädlinge Fressen oder ihrer Eier oder diese sogar Parasitären =D>
Diese Nutzorganismen sind Hilfreiche Helfer, gerade in der Gemüse Kultur werden sie schon Vorbeugend mit Kultur Beginn mit ins Gewächshaus gehängt um einen befahl gar nicht erst zustande zu kommen, dies ist meistens Preiswerter wie die direkte Bekämpfung. Sie Schlüpfen aus den Eiern und suchen sich was zu Fressen ist nichts da fliegen sie weg oder Sterben einfach ab. Das heißt es muss allerdings in einer Kultur auch mehr wie einmal der Einsatz statt finden.

Folgende Nutzorganismen gibt es:


Wirken gegen die Larven des Dickmaulrüsslers, Achtung immer Packungbeilage beachten!

- Räuberrische Nematoden " Steinernema kraussei ", " Heterohabdites becteriophora ", Heterorhabditis megidis "


Wirken gegen Spinnmilben

- Raubmilben " Phytoseiulus persimillis "

Sind sehr Bewegliche 0,6 mm große Milben, sie Saugt täglich 5 Spinmilben oder 20 Spinnmilbeneier oder Larven. Die Weiblichen Tiere können bis zu 60 Eier legen, bei ca 20 °C und genügend Luftfeuchtigkeit entwickeln sie sich am besten.

- Raubmilben " Amblyseius californicus "

Etwas kleiner 0,3 mm große Milben, Sind sehr Aktive Tiere die sich nicht nur von Spinmilben ernähren sondern auch von anderen Milbenarten und Blütenpollen, damit bleiben sie wesentlich länger im bestand und sorgen für eine bessere Vorsorge.

- Räuberische Gallmücken " Feltiella acarisuga "

Sie ernähren sich hauptsächlich von den Spinnmilbeneiern Der eigentlich Nützling ist die Larve, die Tiere selber sind nur zum Aufspüren und Eiere legen da :mrgreen:

- Kugelmarienkäfer " Stethorus punctillum "

Sehr effiziente und gefrässige Marienkäfer Art


Wirken gegen Blattläuse

- Räuberische Gallmücken " Aphidoletes aphidimyza Rondani "

Gallmücken art ist Dämmerungs und Nachtaktiv. Vom Honigtau angelockt legt sie ihre Eier ab und die Larven stechen ihre Beute an, lähmen sie durch eine Injektion und saugen sie anschliesend aus.[/i]

- Schlupfwespen " Aphidius matricariae uv. "

Schlupfwesepen legen ihre Eier mit einem Legestachel bevorzug in einzeln vorkommende Läuse ab. Eine Schlupfwespe schafft es bis zu 200 Stück zu Parasitieren. Die Larve entwickelt sich in der Laus und saugt sie von Innen aus.
:-

- Florfliegen " Chrysoperia carnea "

Die Larven vertilgen innerhalb ihrer Entwicklung zum end Tier ca 500 Blattläuse.


Wirken gegen Minierfliegen

- Schlupfwespen " Dacnusa sibirica "

Kann über das ganze Jahr eingesetzt werden. Sie legt ihre Eier in der Minierflige ab.

- Schlupfwespen " Diglyphus isaea "

Sie sticht die Minierfliegenlarven an , so dass sie gelähmt werden und sofort ihren Frass einstellen. Die Schlüpfende Larve ernährt sich von der Schädlingslarve.



Wirken gegen Woll und Schmierläuse

- Australischer Marienkäfer " Cryptolaemus montrouzieri "

Fressen alles weg;)

- Schlupfwespen " Leptomastix dactylopii uv. "

Nur wenig effektiv weil sie nur gegen eine Spezille Art der Wollläuse wirkt.

- Schwebefliegen " Episyrphus baleatus "

Sehen aus wie kleine Nacktschnecken. Eher gegen Blattläuse bei großen Einsatz aber auch Effektiv gegen Wollläuse.

- Florfliege " Chrysoperia carnea "

Besonderes gut bei Orchideen Kulturen weil sie sich auch ins Herz bewegt und so auch versteckte Läuse entdeckt.



So viel zum Thema Nützlinge sehr effektiv und natürlich auch für die Umwelt nicht so schlecht, auch wenn jetzt mansche sagen würden, Fremdeinschleppung usw. das ist aber ein anderes Thema. Das war Teil 1. auf bald

Gruß Alex
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BeitragFr 20 Jun, 2008 6:43
Robuste Sorten

So weiter gehts mit dem Teil 2. Dieses mal geht es weiter mit den Vorbeugenden Massnahmen. Wie ich oben schon erwähnt habe gibt es auch die Möglichkeit Krankheiten durch besonders Robuste Sorten zu vermeiden. Dies ist besonderes bei Pilz anfälligen Pflanzen wichtig, seis Rosen, Eichen, Tomaten usw.



Aber erst mal der Abstecher was denn ein Pilz überhaupt ist.



Der Körper der pflanzenparasitären Pilzarten besteht im typischen Fall aus farblosen, verflochtenden Fäden, den Hyphen, die in ihrer Gesamtheit das Mycel bilden. In der Regel durchwächst das Mycel das Pflanzengewebe und entzieht ihm Nährstoffe. Manche Pilzarten beispielsweise die Echten Mehltaupilze, leben aber ektoparasitisch. Ihre Hyphen liegen der befallenen Pflanze nur oberflächlich auf und senden besondere Saugorgane " Haustorien " in deren Zellen, um ihnen Nährstoffe zu entnehmen. Die Ausbreitung der Pilze im und auf dem Pflanzengewebe erfolgt durch Wachstum des Mycels, die Verbreitung über
größere Entfernungen durch verschiedene Arten von Sporen. Diese entstehen entweder vegetativ durch Abschnürung, Sprossung oder Zerfall des Mycels oder generativ in besonderen Fruchtkörpern.

Nach kürzeren oder längeren Ruheperioden keimen die Pilzsporen bei günstigen Lebensbedingungen wieder zu einem Mycel aus.




Wo wir wieder beim eigentlichen Thema währen, allerdings beende ich vorher noch das Thema was ein Pilz ist



Einige Pilzarten sind befähigt, zur Überwinterung ungünstiger Umweltverhältnisse besonderes widerstandsfähige Dauerstadien zu bilden, die man Sklerotien bezeichnet. Sie besteht aus zusammengeballten Mycelfäden, die durch Ausscheidungen zu einem harten Körper verkleben, der lange Zeit, mehrere Jahre, in der Erde liegen kann und bei Eintritt günstiger Bedingungen wieder auskeimt. Die Symptome der durch Pilze an Zierpflanzen und Gehölzen verursachten Krankheiten " Mykosen " sind sehr mannigfaltig.




Bleiben wir mal bei dem bsp. der Rosen, eine sehr empfindliche Kultur aufgrund von falschen vermerhungs Methoden und keine Sorten Echtheit mehr zum größten Teil. Durch Züchtungen von bestimmten Züchtern gibt es sogenannte Blattgesunde Sorten.




Blattgesund:

- meistens ist die natürliche Wachsschicht der Blätter dicker, durch besondere Veredelung.

- Veredelung auf Natur Sorten

- Pflanzenkultur wird mit Blattaktiven Pflanzenhilfsstoffen gestärkt


Diese Sorten sind in allen möglichen Einsatzgebieten verfügbar, es gibt Tomaten Sorten die schon wesentlich unauffälliger sind gegen Krautfäule zB.

Was noch gegen Pilze unternommen werden kann beläuft sich dann auf den richtigen Standort, je nach Pilzerkrankung, etwas Zügiger, etwas Sonniger usw.

mehr dazu in dem Einmaleins der Kulturfehler
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BeitragSo 22 Jun, 2008 15:57
Biologische Bekämpfungsmittel

So weiter geht es im einmaleins :mrgreen: Heute geht es mir insbesondere um natürliche Schädlings aber auch Unkrautbekämpfung, außerdem schneide ich noch mal eben das Thema Nützling an. Aber dazu später mehr


Unter Glas ist es sehr einfach auf Nützlinge zurück zu kommen im Haus oder Garten wird das alles was schwerer. Ausgenommen ist da der Dickmaulrüsslerkäfer bzw. seine Larven. Aber worum es mir heute geht sind so genannte Ölhaltige Mittel.

Jede Pflanze und jeder Schädling muss Atmen, Pflanzen machen es hauptsächlich durch die kleinen Blattöffnungen die Spaltöffnungen genannt werden, sie dienen ihr wie schon erwähnt zum Gasaustausch. Schädlinge müssen auch Atmen, seis Schildläuse oder Weiße Fliegen.



Ölhaltige Mittel wirken so: Sie überziehen die ganze Pflanze plus den Schädlingen mit einem Öligen Film und lassen diese ersticken, das Hauptproblem bei dieser Wirkungs Weise, sie wird als Kontakt Wirkung bezeichnet, ist dass sie nur wirken wenn die Schädlinge auch überzogen werden und nicht einfach weg Fliegen. Denn dies ist ja nicht nur der Weißen Fliege möglich auch Läuse in einem gewissen Stadium ihrer Generationen Vermehrung haben eine Fliegende Art. Was für uns heißt, es könnte sein das der Ölfilm nicht wirkt.
Um diesen Vorzubeugen ist es am besten die Mittel in den sehr frühen Morgen Stunden auszubringen, ob sie wirklich Schlafen kann ich nicht sagen, allerdings! Sind die Schädlinge bei kühleren Temperaturen viel weniger Aktiv als wie bei Warmen Temperaturen, mit viel Druck hinter dem Mittel lässt es sich prima Verteilen und bedeckt so einen großen Teil der Schädlinge!

Ganz Wichtig ist gerade bei solchen Mitteln aber auch bei den Chemischen bzw Systemisch wirkenden Mitteln immer das man Wiederholt Spritzen sollte, um auch wirklich alles Stadien zu erwischen, meistens am besten in Abständen von 10 - 14 Tagen. Das ist so der Ryhtmus von Larve, Ei zu dem Endtier.




Unkraut auch Unerwünschte Kultur Begleiter Pflanzen genannt



Im Gartenbau gibt es einige Mittel die den Unkräutern an den Kragen gehen. Wir bleiben erst mal auf der Natürlichen Schiene. Es handelt sich um Essig Präparate.
Diese zB. von der Firma Neudorff vermarkten Mittel sind aus der Pelagoniensäure hergestellt und oft in fertig zum Spritzen gemischten Verpackung im Handel erhältlich. Ganz wichtiger sind folgende Faktoren...

- leicht Feuchtes Blattgewebe, zur besseren Aufnahme

- leicht Feuchte Böden, zur besseren Aufnahme

- trockenheit von ca. 12 Stunden nach Ausbringung

- gutes Benetzen der Unkräuter

Sie basieren auf der Säure der Storchschnabelgewächsen und ätzen das Gewebe förmlich weg. Haben nur eine sehr geringe bis gar keine Systemische Wirkung, deshalb ist das vollständige benetzten ganz Wichtig. Aber Vorsicht ist immer angebracht, sie können auch Kulturpflanzen angreifen!





Nützlinge bei Pilzerkrankungen



Der vollständigkeit halber erwähne ich es mal am Rande, das es zur Zeit Forschungen mit einer Speziellen Marienkäfer Sorte geben soll, die das infizierte Gewebe einfach aufressen. Genauere Infos hab ich leider auch noch nicht!



Pflanzenstärkungsmitteln Text stammt vom Landwirtschaftsverlag und ist von mir nur leicht bearbeitet!!!


Bei den zur Zeit am Markt befindlichen Pflanzenstärkungsmitteln, konnte nach deren Einsatz in der Praxis und in Versuchsanstalten keine wirkliche nennenswerten Effekte festgestllt werden.
Ausgenommen hiervon sind Präparate, die Mikroorganisemn enthalten. Besondes die Pflanzenstärkungsmittel auf der Basis der Pilzarten " Trichoderma herzianum " und " Trichoderma harzianum mit Trichoderma koningii " sowie auf Basis des Bakteriums " Bacillus subtillis " haben mittlerweile eine hohe Akzeptanz in der Praxis. Die Präperate födern bei vielen Kulturen die Wurzelbildung und das Auflaufen der Aussaaten. In vielen Betrieben konnte auch der Fungizidaufwand damit reduziert werden, weil Vermerhungen von sonst anfälligen Kulturen plötzlich robuster waren. Selbst bei Kühlhauseinlagerungen von Hortensien, bei der grundsätzlich hohe Knopsen verluste durch " Botrytis cinerea " an der Tagesordnung sind, konnten Pflanzenstärkungsmittel auf der Basis von " Trichoderma sp. " die Ausfälle signifikant reduzieren.




So so viel zum Bio Teil, ab dem nächsten kommt die Chemie an den Zug

Gruß Alex
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BeitragDi 01 Jul, 2008 16:26
Unkraut, oder Unerwünschte Kulturbegleitungerpflanzen, bzw Wildkräuter !


Im groben gesagt sind Wildkräuter wild wachsende, Züchterisch nicht veränderte Pflanzen. Sobald diese an den falschen Standorten auftreten werden sie als Unkräuter beschimpft...Im allgemeinen wird zwischen Samen und Wurzelunkräutern unterschieden, allerdings haben Wurzelunkräuter auch Samen nur nicht so zahlreich.

Samenunkräuter - sind in der Regel einjährige Pflanzen, die sich über Samen vermehren zB. Vogelmiere und Franzosenkraut

Wurzelunkräuter - sind sehr zähe Pflanzen, welche sich zwar über Samen vermehren aber auch einen Wurzelstock oder eine Speicherwurzel besitzen, so wie Löwenzahn, Distel...

Obwohl Wildkräuter unter bestimmten Bedingungen die Entwicklungen der Kulturpflanzen durch Konkurrenz hemmen, Kulturarbeiten erschweren, Wirte für Krankheits und Schaderreger sowie giftig für Menschen und Tier sein können, sie sie jedoch alles andere als unnütze Pflanzen! :

- Sie dienen zahlreichen Tierarten als Nahrung und Unterschlupf
- Sie stellen als Wildform unserer Kulturpflanzen wichtige Genzentren für die Züchtung
- Sie dienen den Menschen seit Jahrhunderten als Heilpflanzen
- Sie tragen zur Bodenfruchtbarkeit bei, indem sie den Boden durchwurzeln und vor Erosion und Austrocknung Schützen
- Sie können die Qualität bzw. den Zustand eines Bodens anzeigen
- Viele Kräuter können in ihrer Schönheit durch aus mit den so genannten Zierpflanzen konkurrieren und als solche verwendet werden. zB. als Wildstauden in Naturnahen Gärten oder als Wiesenpflanzen.



Bevor ich über die Wildkrautbekämpfung reden möchte noch eine kurze Sache davor =; =; =; =;


Durch die Eingriffe des Menschen in die Natur sind Bereich Zahlreiche Pflanzenarten ausgestorben und damit einmalige genetische Informationen für immer verloren gegangen. Dabei werden viele Pflanzen bereits vernichtet, bevor der Mensch sie entdeckt und ihre Bedeutung für den Naturhaushalt erkannt hat. Entsprechend kann das Ziel einer Unkrautbekämpfung nicht dem absolut Unkrautfreien Acker bzw Garten liegen, sondern sollte sich auf die Reduktion des Wildkrautbestandes auf ein erträgliches Maß beschränken. Da Wildkräuter sehr viele Samen ausbilden sollten sie vor der Blüte bekämpft werden. Bei Wurzelunkräutern muss man auch die Wurzel entfernen.


Hier einige bsp für die Samenanzahl:

- Löwenzahn: 3000 p.P
- Vogelmiere: 10000 - 20000 p.P
- Große Brennnessel: 15000 - 30000 p.P
- Franzosenkraut: bis 30000 p.P


Eine sehr gute Art ist das Mulchen, durch eine 7 - 10 cm dicke Schicht lässt sich Wildkrautwuchs weitesgehend unterdrücken. Ebenso schwarze Unkraut Folie, wobei hier dazu zu sagen ist, sobald Erde auf der Folie liegt wird sich Wildkraut gerne auf dieser Ausbreiten.


Direkte Bekämpfung durch Herbizide


Je nach Wirkungsweise kann man zwischen Kontakt und Wuchsstoffherbiziden unterscheiden.

- Kontaktherbizide:

werden auf die grünen Pflanzenteile gespritzt. Die getroffenen Pflanzenteile werden verätzt oder durch hervorgerufene Soffwechselstörungen abgetötet. Die benetzten Pflanzenteile sehen häufig wie verbrannt aus. Von Nachteil bei diesen Mitteln ist, dass die Wurzeln nicht abgetötet wird, sodass der Bekämpfungserfolg bei Wurzelunkräutern unbefriedigend ist.


- Wuchsstoffherbizide:

werden über die oberirdischen Pflanzenteile aufgenommen und verteilen sich über die Leitbündel in der gesamten Pflanze. Ihre Wirkung beruht darauf, dass sie in den Stoffwechsel der Pflanze eingreifen und ein verstärktes, aber kontrolliertes, oder ein gehemmtes Wachstum hervorrufen. Im ersten Fall wächst sich die Pflanze sozusagen zu Tode, im zweiten verkümmert sie. In beiden Fällen kommt es zu verkrüppelungen der Pflanze.


Voraussetzung füpr eine optimale Wirkung sind ausreichend Blattmasse und mindestens über 5° Temperatur.

Es ist ganz wichtig das auf eine sehr genau Dosierung geachtet werden muss! Genau so sollte man Mittel egal welcher Art immer erst an einer stelle ausprobieren ob eine Kultur Pflanze eventuell doch gefährdet ist, auch bei Mitteln die dafür zugelassen sind um sie zwischen den Kulturpflanzen auszubringen.

" LiteraturKunde "

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BeitragDi 15 Jul, 2008 17:08
Hallo hama687

hab da mal ne frage, hast da ja ganz schön viele Tipps geschrieben für Schädlingsbekämpfung, weißt du auch rein zufällig was man tun kann wenn eine Pflanze Bakteriell befallen ist? Sieht so aus als das bei einer meiner Pflanzen so wäre. Also wenn du ein Tipp hast, würde ich mich freuen. danke schon einmal
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BeitragDi 15 Jul, 2008 19:55
Hallo Neugärtner, es hängt immer damit zusammen an was wieviel wovon...

Aus aktuellen Anlass hier mal eine Info über Bakterien!

" LiteraturKunde "

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Bakterien



Die einzelligen, mikroskopisch kleinen Bakterien oder Spaltpilze sind die einfachste Lebensform pflanzlicher Art. Bakterien treten hauptsächlich durch Wundstellen oder an den Spaltöffnungen der Blätter, aber auch über Blütenorgane in das Pflanzengewebe ein. Die passive Verbreitung von Bakterien erfolgt über große Entfernungen durch Wasser und Wind oder auch Insekten und Vögel sowei vorallem durch Verschleppung mit kranken Pflanzenteilen oder verseuchtem Boden.
Typische Symptome von Bakteriosen an Zierpflanzen und Gehölzen sind krebsartige Wucherunggen an Wurzeln, Stängeln und Trieben " Bakterienkrebs ", glasig feuchte oder sogar schleimige Flecken an Blättern, Blüten und Trieben sowie schwarzfärbungen der Gefäße und/ oder Blattadern.



bsp. wichtiger Bakteriosen die an zahlreichen Pflanzenarten vorkommen. inkl. Bekämpfung wenn möglich!


- Bakterienkrebs, Wurzelkropf

Vorwiegend an Wurzeln oder am Wurzelhals, seltener auch am Stängel oder Trieb verschieden gestaltete, glatte oder rauhe krebs oder kropfförmige Wucherungen, an krautigen Pflanzen fleischig, an Holzpflanzen verholzt.

An, Begonia, Dahlia, Chrysanthemum, Nerium, Pelargonium, Rosa und anderen Zierpflanzen


- Rosettengallen

Blumenkohlartige Wucherungen an den unterirdischen Pflanzenteilen

An, Begonia, Dahlia, Gladiolus, Lillium, Pelargonium ua.


- Blättrige Zweig und Triebgallen

Am Stängelgrund, teilweise auch in den Blattachseln, Anhäufungen kurzer, fleischiger Sprosse

An, Asparagus, Begonia, Dahlia, Chrysanthemum, Gladiolus, Pelargonium ua.


- Blattflecken oder Öelfleckenkrankheiten

Je nach Erreger und Pflanzenart dunkle oder helle, bei Feuchtigkeit oft schleimige Blattflecken, die später zusammenfließen und teilweise auch auf Stängel und Blüten übergreifen.

An, Chrysanthemum, Delphinium, Iris, Hedera, Pelergonium, Magnolia, Juglans.


- Nassfäulen

Nassfäule, zunächst meist an Stammgrund und Blattblasen, später fault der ganze Wurzestock.

An, Calla, Iris, Cyclamen, Dieffenbachia, Aglaonema, Sansevieria.


- Bakterien Welken

Vergilben, Welken und Absterben der Blätter, später kann der ganze Pflanzenbestand eingehen. Gefäßbündel kranker Pflanzen braun verfärbt.

An, Cheiranthus, Lobelia, Mattthiola, Pelargonium, Tropaeolum ua.

Zu Vermeidung ist Gesundes Pflanzgut umumgenglich! In Kultur ist ein weiter Stand der Pflanzen wichtig sowie die Bewässerung von unten, im Gewächshaus für niedrige Temperaturen und geringe Luftfeuchtigkeit sorgen.


- Feuerbrand

Blüten und Blütenstiele verschiedener Rosaceae sind schwarz verfärbt. Blätter Braun bis Schwarz und hängen lange fest an den Zweigen! Triebspitzen hirtenstabförmig umgeknickt. An der Rinde befallener Äste heben sich im Bereich der Infektionsstellen rötlich bis braune Beffalsberreiche deutlich von benachbartem, gesunden Gewebe ab. Hier reißt die Rinde auf und gelbliche Schleimtröpfchen treten aus.

Wirtspflanzen!!!

Amelanchier, Chaenomeles, Cotoneaster, Cratagus, Cydonia, Malus, Pyracantha, Pyrus, Sorbus, Stranvaesia.

Davon gelten als hochanfällig laut Biologischer Bundesanstalt vom 8. Juli 1986

Cotoneaster " ballatus " " salicifolius " " Wateri hyb. "
Cratagus " laevigata " " Monogyna "
Stranvaesia " davidiana "

Bekämpfung ist nur durch Vernichtung befallener Pflanzen möglich! Achtung bei Befall besteht Melde Pflicht bei der Biologischen Bundesanstalt





So so viel zum Thema Bakterien, zur frage Bekämpfung dürften keine Fragen offen bleiben, es gibt keine außer Guter Sortenauswahl bzw Hygene!

Gruß Alex
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BeitragMo 30 Mär, 2009 20:53
Hey!
Echt super die Zusammenfassung!!!!!!!!!!
Hat mir echt geholfen!
Werd gleich mal loslegen und die Biester vertreiben!!!! :-#=
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BeitragMi 08 Apr, 2009 21:31
Geniale Zusammenfassung, und super erklärt (so dass selbst ein Laie wie ich es verstehe ;-) )

Was mir nur irgendwie fehlt ist der Hinweis auf die biologische Keule, neben der Chemischen. Also Substrate wie Neem* usw. Gerade diese mittelchen finde ich in einer Wohnung nämlich sehr praktisch...
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BeitragDo 09 Apr, 2009 8:02
Schau mal da http://green-24.de/forum/ftopic38631.html#489683
Da steht zumindest was über Neem! :D
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BeitragPflanzenschutzDo 10 Dez, 2009 10:02
Um Fäulnis einzudämmen kann ich Chinosol-Tabletten aus der Apotheke empfehlen.In warmen Wasser aufgelöst mit einem Stäuber über die Pflanzen sprühen.Auch vorbeugend zur Desinfektion einzusetzen.Nach Möglichkeit ist es von Vorteil den Pilzen mit schwankenden Temperaturen das Leben ein wenig schwerer zu machen und durch Wärme die Luftfeuchtigkeit zu senken.Also bei Regenwetter mehr heizen.
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BeitragMo 27 Sep, 2010 3:49
Ich will ja jetzt nicht meckern aber ich habe bei den ganzen Rechtschreibfehlern wirklich Probleme mich auf den Inhalt des Textes zu konzentrieren :(
OfflineMel
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BeitragMo 27 Sep, 2010 6:04
Dann versuchs einfach! Es ist viel wichtiger, dass sich jemand traut sowas zu schreiben- auch wenn er mal Fehler macht- als wenn er das Gefühl bekommt hier auf einem Rechtschreibwettbwerb zu sein :wink:

Vielleicht schaut hama ja nochmal drüber und korrigiert, du kannst den Text auch kopieren, verbessern und korrigiert an hama schicken. Wir Mods werden das nicht machen :wink:
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BeitragFr 22 Jul, 2011 12:22
Ist eine schöne Zusammenfassung. Ich habe neulich noch ein paar Grundlagen über das richtige pflanzen gefunden. Die fand ich auch sehr lesenswert!
Azubi
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BeitragGute TippsDi 23 Aug, 2011 13:34
hallo ich bin noch nicht so lange bei euch im Forum, lese aber immer ganz begeistert euere Tipps bezüglich Schädlingsbekämpfung und habe da schon die ein oder andere Pflanze retten können.
Danke nochmal und weiter so. =D> =D>
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BeitragSo 08 Jan, 2012 15:40
Dem letzten Kommentar kann ich mich nur anschliessen, die Zuversicht ist der Grundstein eines letztendlich guten gelingens. ... viele grüße und schönen Sonntag weiterhin.

Anmerkung der Moderation: Link wurde entfernt

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