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Carpinus betulus - Hainbuche

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BeitragCarpinus betulus - HainbucheMo 31 Mär, 2014 12:48
Carpinus betulus - Hainbuche

Andere Namen: Hagebuche, Hornbaum, Weißbuche

Familie: Betulaceae (Birkengewächse)

Gattung: Carpinus (Hainbuchen)

Herkunft, Verbreitung:
Die ursprüngliche Heimat der Hainbuche ist Südeuropa und der Kaukasus. 7000 vor Chr. kam sie nach Mitteleuropa und verbreitete sich. 2000 vor Chr. hatte sie ihre heutige Ausdehnung erreicht. Diese erstreckt sich von Mitteleuropa aus in östlicher Richtung bis in die Ukraine, auch im Kaukasus kommt sie noch vor. Ihre Nordgrenze liegt in Südwestengland, Nordbelgien, sowie Norddänemark bis Südschweden, Lettland, Litauen und Weißrußland. In den heißeren Regionen der Mittelmeerländer fehlt sie.

Habitus:
Sie ist ein sommergrüner Laubbaum der Wuchshöhen um die 25 Meter erreichen kann. Im Kaukasus dagegen sind Bäume dieser Art mit 35 m nachgewiesen. Freistehende Hainbuchen bilden vielastige, breitgefächerte Kronen aus. Bei jüngeren Bäumen wachsen die Äste fast senkrecht nach oben, bei älteren Exemplaren hängen sie eher. Die Bastung ist dicht.

Knospen, Triebe, Blätter:
5-8 mm lang und spindelförmig sind die Winterknospen. Sie liegen am Trieb an. Die Blütenknospen sind größer und weniger spitz. Die Blätter sind wechselständig angeordnet und erreichen Längen von 4-10 Zentimeter. Sie haben eine Breite von bis zu 4 cm. Sie sind eiförmig, gesägt und am Blattende zugespitzt. Die Blattadern sind gut sichtbar. Oft bleiben sie über den Winter bis zum Frühjahr an den Zweigen. Junge Triebe glänzen braun bis grünlich und sind leicht behaart, später werden sie dann graubraun und kahl.

Blüte, Frucht, Fruchtbildung:
Hainbuchen sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), sie besitzen also männliche und weibliche Blüten. Die Blüte ist im Mai, die Bestäubung erfolgt durch den Wind. Ihre Früchte sind nussartig und relativ klein. Sie reifen im August/Septmember. Der Same/Frucht löst sich aber erst im Oktober/November vom Fruchtstand ab. Das Fruchtblatt ist zu dieser Zeit bereits vertrocknet und dient dem Samen als Flügel.

Wurzeln:
In tiefgründigem Boden bilden die Hainbuchen eine Herzwurzel aus. Auf feuchten Standorten wurzeln die Bäume weniger tief und sind daher windwurfgefährdet.

Alter: Bis 150 Jahre

Holz, Rinde:
Das Holz von Carpinus betulus (Hainbuche) ist weiß bis weißgrau. Kern- und Splintholz unterscheiden sich nicht. Das Holz ist extrem hart und sehr schwer. Die Rinde der Bäume ist grau, dünn und meist glatt. Im Alter kann sie Längsfurchen ausbilden.

Standortansprüche:
Im subozeanischem Klima fühlt sich die Weißbuche wohl. Sie verträgt heisse Sommer und ist gegen Temperaturen bis Minus 30° Grad gefeit. Feuchte, halbschattige Standorte bevorzugt sie. Der Untergrund sollte frisch, ausreichend feucht und nährstoffreich sein.

Schädlinge, Krankheiten:
Es gibt rund 200 Pilzarten welche die Hainbuche befallen können, hierbei sind vor allem die Weissfäule-Erreger hervorzuheben.
Sie wird auch von etwa 70 Insektenarten bedroht, von denen die Schildlaus erwähnenswert wäre. Reh- und Rotwild verfegen und verbeissen vor allem jüngere Exemplare dieser Baumart. Kleiner Nager machen sich gern an Sämlinge heran.

Verwendung:
Heutzutage wird die Hainbuche eher wenig verwendet. Sie gilt als ausgezeichnetes Brennholz, ist sehr hart und auch schwer und findet daher als gutes Parkett Verwendung. Auch spezielle Holzwerkzeuge werden aus ihm hergestellt. Durch seine zähe Härte lässt es sich gut als Hackstock/Hackblock verwenden. Manchmal werden Hainbuchen auch als Heckenpflanze kultiviert.

Allgemeine Anzuchtsanleitung:
Baumsamen, zumindest solcher von Arten der gemäßigten Breiten, tragen keimhemmende Stoffe in sich, die es abzubauen gilt. Dieses Abbauen wird stratifizieren genannt. Der Samen kommt dabei für eine bestimmte Zeit (von Baumart zu Baumart verschieden) bei einer Temperatur von 2-4 Grad in den Kühlschrank. Hinterher sollte man den Samen bei Zimmertemperatur im Wasserbad für 24 Stunden vorquellen lassen. Der Same bedarf zur Keimung eines bestimmten Wassergehalts.

Dann wird der Same in Kokosfaser oder in Anzuchtserde ausgesät und je nach Baumart mehr oder weniger mit Erde bedeckt. Hier kann eine Faustregel angewendet werden. Ein 5 mm großer Same kommt 5 mm unter die Erde. Es gibt auch hier Ausnahmen, wenn auch nicht viele.

Das Erdreich des Anzuchtgefäßes muss nach der Aussaat immer feucht gehalten werden, nass sollte es aber nicht sein, sonst tritt Schimmel auf.

Für Hainbuchen:
Samenanzucht führt bei Hainbuchen nicht immer zum Erfolg. Die Samen reifen im September/Oktober, sollten aber noch in leicht grünem Zustand gesammelt werden. Sofortige Aussaat ist am Erfolgversprechendsten. Wartet man nämlich zu lange, erhärtet die Schale der Nussfrucht und der Same geht in eine doppelte Keimruhe über.

Gekauften Samen muss man daher über den Winter hinweg mindestens 3 Monate stratifizieren und Ende April im Freien aussäen. Vor der Aussaat ca. 6 Stunden im Wasser quellen lassen. Saatgut aber vor Spätfrösten schützen.

Quellen: Stichpunkte von wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hainbuche
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