Camellia sinensis winterhart oder eher doch nicht oder doch? - Pflegen & Schneiden & Veredeln - GREEN24

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Camellia sinensis winterhart oder eher doch nicht oder doch?

Die richtige Pflanzenpflege, Pflanzenschnitt, Veredelung ...
Worum geht es hier: Richtige Pflanzenpflege, schneiden und veredeln...
Die richtige Pflege von Pflanzen umfasst das Düngen (welcher Dünger und wie oft düngen), Schneiden (wie schneiden und wann wird geschnitten), Wässern (wieviel Wasser und wie oft gießen), Standort der Pflanze (wieviel Licht oder Schatten), Boden (welche Erde oder Substrate), Überwinterung (wie überwintern und bei welchen Temperaturen, winterharte oder nicht), Veredelung (welche Technik zum veredeln, okulieren, anplatten oder pfropfen).
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Ich hab Camellia sinensis Samen geschenkt bekommen und lese Widersprüchliches zu dieser Pflanze. Angeblich ist sie nach ein paar Jahren Anzucht winterhart, andere wieder schreiben, man dürfe sie nicht Temperaturen unter 0 Grad aussetzen. Das ist verwirrend. Ich habe früher meine Camelliae japonicae auch winters im Wintergarten bei 10 - 15° gehalten, das mochten sie aber gar nicht und haben ihre Blüten lieber abgeworfen statt richtig aufzugehen. Im Gartenzentrum sagte man mir dann, ich solle sie nach Möglichkeit in den Garten pflanzen. Das habe ich im Frühjahr gemacht. Seitdem sind dreieinhalb Jahre vergangen. Die drei stehen in einem Torfbeet an der Nordostseite des Hauses, kriegen im Sommer Morgensonne, wachsen wie blöd und blühen jeden März, als gäbs einen Wettbewerb. Im Winter haben sie schon Temperaturen von -15° ausgehalten ohne mit der Wimper zu zucken, im letzten Winter kam ich vor den dicken Schneefällen nicht mal dazu, sie wie in den Jahren davor mit transparenter Noppenfolie zu umhüllen. Zur Zeit bilden sich schon wieder die Blüten fürs nächste Frühjahr.

Nun frag ich mich, ob denn die Echte Teepflanze so viel empfindlicher ist, dass sie nicht mal 0 Grad aushält. In China wird's im Winter auch kalt. Oder gilt das nur für Kübelpflanzen? In der Nähe von Kassel soll es irgendwo eine ganze Hecke mit Camellia sinensis geben.
Zuletzt geändert von Grünhilde am Sa 20 Aug, 2011 23:01, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragSa 20 Aug, 2011 8:53
hallo

die pflanze kommt aus süd-china und da sind die winter ziemlich mild :wink:

guck mal hier

http://www.weltbilder.de/derautor/seine ... index.html

hab ich mir auch schon alles rausgesucht, weil ich selbst zwei pflanzen hab :mrgreen: im moment stehen sie im gartenbeet, aber werde sie wohl bald reinholen müssen

http://green-24.de/forum/ftopic12380.html

die Camellia japonica, kommt wie der name sagt, aus japan, da sind die winter wieder anders

http://www.transasien.org/pages/japan/k ... sezeit.php

so ganz winterhart sind diese pflanzen bei uns nicht, kommt drauf an in welcher USDA zone

http://green-24.de/forum/ftopic51878.html

man wohnt, ich hab mit draussen überwintern leider kein glück gehabt, bei mir sind die immer erfroren und das bei minus 16-18 grad auch mit abdeckung
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BeitragSa 20 Aug, 2011 9:48
hallo Grünhilde,
erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem Auspflanzerfolg der Kamelien. Es gibt auch in Deutschland Freilandkamelien, die durchaus erfolgreich überwintert werden konnten. Z.B. die alte Kamelie in Pullnitz bei Dresden. Wichtig ist dabei der Wurzelschutz vor Frost. Selbst wenn ein Wurzelballen dann mal durchgefroren ist, muß er an seinem Standort auch ganz langsam wieder auftauen können und kann durchaus überleben.
In Kübeln allerdings überleben Kamelien im Freien bei strengem Frost niemals!

Kamelien in der Überwinterung müssen um so mehr Licht erhalten (auch Kunstlicht), je wärmer sie stehen. Ein Blütenabwurf ist meist Folge des Lichtdefizites bei Temperaturanstieg. Wenn du Kamelien aus Samen ziehst, dann achte auf eine Belichtungszeit von ca. 16 Stunden täglich.

Liebe Grüsse
edit: ich ersetze das u in Pullnitz durch ein i und möchte natürlich Pillnitz verstanden wissen. Auch mir passieren lustige Vertippsler, durch die das Forum aber nun wirklich nicht stehen bleibt. :roll:
Zuletzt geändert von Swenja2008 am Sa 20 Aug, 2011 14:56, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragSa 20 Aug, 2011 13:24
Aha. Ich wohne also in USDA Zone 7b, glaube aber, dass es innerhalb dieser Zonen sicherlich noch erhebliche mikroklimatische Unterschiede gibt. Man muss nur mal betrachten, wie unterschiedlich in derselben Region die Forsythien anfangen zu blühen! Da gibt es Unterschiede von 14 Tagen! Dass die Bergstraße, also das superwarme Gebiet zwischen Darmstadt und Heidelberg, und die Gegend südlich von Freiburg, wo es schon fast subtropisch zugeht, auch 7b sein sollen, geht mir gar nicht in den Kopf.
Minus 15° haben wir nur selten und auch immer nur ganz kurz, für ein paar Stunden. Wir wohnen z.B. in einem Reihenhaus in einem Hinterhof, die Gärten sind nur klein, es gibt viele Hecken und Zäune, also sehr geschützt. Bei uns ist es im Winter oft 1-2° wärmer als z.B. auf der Umgehungsstraße, wo der Wind entlangpfeift. Kann es auch sein, dass verschiedene Böden verschieden schnell durchfrieren bzw. auftauen? Meine Torfbeete werden auch im Winter nie steinhart. Daran mag es vielleicht liegen. Im letzten Winter hat natürlich die superdicke Schneedecke einen natürlichen Frostschutz abgegeben. Wir hatten hier bis zu 30 cm Schneedecke, auf der Nordseite durch leichte Verwehungen bis zu 50 cm.

Ich war übrigens neulich in Pillnitz (mit i). Angesichts meiner Kälte liebenden Kamelien im Garten hab ich mich dort gefragt, was da Besonderes dran sein soll und warum man sie im Winter mit einem Glashaus umhüllt. Ich wollte mir die Wunderkamelie angucken, aber im Sommer kommt man da nicht ran. Da steht sie irgendwo abgeschlossen. Na ja, vielleicht verlange ich in zehn Jahren für das Betrachten meiner Wunderkamelien Eintritt! :-#= :D

Trotzdem - die Camellia sinensis Hecke bei Kassel geht mir nicht aus dem Kopf. Wir Frankfurter nennen diese Gegend ja Hessisch-Sibirien. :-## :D Vielleicht hat der Gartenarchitekt heimlich eine unterirdische Heizung verlegt ... :-$ Ich muss mal ausfindig machen, ob es sich um ein Gerücht handelt oder wahr ist.

Das mit dem Licht ist ein guter Tipp. Ich werde dran denken. Noch haben wir ja 16 Stunden Tageslicht.
Zuletzt geändert von Grünhilde am Sa 20 Aug, 2011 23:03, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragSa 20 Aug, 2011 13:50
@Grünhilde,
die Besonderheit einer der ältesten europäischen Kamelien mit einem Alter von über 200 Jahren liegt in ihrer Genetik. Aber das wirst du ja in den nächsten 10 Jahren sicherlich noch selbst erkennen, wenn deine Auspflanzungen dann so alt sein werden, daß du Eintritt verlangen darfst.

[-(
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BeitragSa 20 Aug, 2011 22:36
Ja so! Das ist natürlich was anderes. Auf dem Schild in Pillnitz stand aber nichts von Genetik, sondern es wurde lediglich als was Einmaliges dargestellt, dass diese Kamelie eben draußen wurzelt. Und eben darum hab ich mich gewundert, warum ich mich wundern soll, denn für mich war's ja kein Wunder. :)

Für meine Beraterin im Gartencenter übrigens auch nicht. Die hatte mir ja ganz unverfroren den Rat gegeben, die mickernden Pflanzen in den Garten zu setzen. Ich hatte heute dort sowieso was einzukaufen und hab noch mal nachgefragt, und die Beraterin sagte, das sei hier in der Gegend nicht ungewöhnlich. Sie haben selber zwei dicke Büsche im Freiland stehen. Also is doch nix mit Eintritt in 10 Jahren. Ein Blick auf die USDA-Karte belehrt mich auch, dass es in Sachsen kälter ist als hier. Nicht 7 b, sondern a, haha! Dann ist es natürlich was Besondereres.

Na schön. Die Hecke bei bzw. hinter Kassel ... (ich bin hartnäckig) ... die scheint auch ein Wunder zu sein. Da ist auch USDA 7a (Hessisch-Sibirien stimmt also!) und trotzdem kämpfen sich die Pflänzchen wacker durch die Winter. Ich weiß übrigens wieder, wo ich die Info gefunden habe. Hier bei green!

http://www.green24.de/pflanzen-raritaet ... ensis.html

Dort wird allerdings behauptet, die Pflanze stamme aus der Provinz Hubai in Zentralchina, und dort sind die Wintertemperaturen so ähnlich wie bei uns, das weiß ich aus erster Hand, weil mein Sohn dort lebt.

P.S. Nun hab ich mal noch etwas rumgegoogelt und bin auf eine wichtige Info gestoßen: Die Diskussion um die Winterhärte hat damit zu tun, dass nicht deutlich genug zwischen Camellia sinensis var. sinensis und Camellia sinensis var. assamica unterschieden wird. Die assamica ist tatsächlich sehr frostempfindlich und braucht tropische Bedingungen, und die andere soll sogar Temperaturen bis -15° aushalten. Das ist des Rätsels Lösung. Jetzt muss ich nur noch rauskriegen, was für Samen ich da habe.

@Rose
Ich hab bei Wikipedia noch eine Bemerkung zum Überwintern der Camellia japonica gefunden. Vielleicht erklärt die, warum es bei dir nicht geklappt hat. Meine kriegen im Winter nie Sonne ab.

"Kameliensorten lassen sich entgegen der landläufigen Meinung in wintermilden Regionen Mitteleuropas im Freien kultivieren, und dies zum Teil problemlos. Besonders erfolgreich gelingt dies unter dem wärmenden Einfluss des Golfstroms im atlantisch beeinflussten Nordwest- und Westdeutschland, ebenso wie in den klimatisch begünstigten Gebieten am Oberrhein oder der Südschweiz. Beste Voraussetzungen bietet ein Platz, an dem sie im Winter möglichst keine Sonne bekommen, da sie dies bei Minustemperaturen austrocknen lassen würde. "
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BeitragSa 20 Aug, 2011 23:42
hallo,
es gibt 4 variationen, am häufigsten sind 2 variationen:
Camellia sinensis sinensis
Camellia sinensis assamica
die assamica wird eher in indien angebaut, vorwiegend schwarztee, die verträgt nur wenig frost. die sinensis-variante ist da schon stärker. hatte welche aus japan einige winter ausgepflanzt, die letzten winter waren jedoch ohne winterschutz zu grob und ich hab sie verloren. davor waren -10/-12 kein problem solange sie keine direkte sonne abbekamen (frosttrocknis). -15 ohne schutz an geschützter stelle war ihnen jedoch zu viel und sie erholten sich vermutlich wegen einer pilz/bakterienerkrankung diesen frühling nicht. schade...
Camellia japonica trotzt bei mir jedoch seit vielen jahren ausgepflanzt die winter ohne winterschutz. die westseite des hauses ist da gut geeignet. aber da alle Kamelien sehr empfindlich auf wurzelschäden sind, niemals den kübel durchfrieren lassen. topfpflanzen unbedingt frostfrei halten. und sie brauchen saure erde, also ausgepflanzt nur rhododendronerde oder torf ins pflanzloch (40x40x50cm) geben. 5-10cm tiefer gesetzt tut ihnen auch gut, gilt auch für sinensis.

edit: kamelien überwintern bei mir im topf bei 0-10°c und absolut dunkel, kein problem. ab dem 2ten jahr setz ich den topf bei manchen in die erde, mulche den boden um sie 10cm und gib ihnen schutz mit rosenvlies vor direkter sonne. aber letzteres nur bei platzmangel im winterquartier...
ach und noch etwas:
im boden macht es ihnen nichts aus, wenn der wurzelballen durchfriert, das geschieht da viel langsamer und schonender. im kübel/topf geschieht das zu schnell und zu oft, so dass die kamelie im frühling einfach wegtrocknet und stirbt.
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BeitragSo 21 Aug, 2011 9:09
Hab gerade erfahren, dass meine Samen von einer assamica sind. Da kann ich mir die Rauspflanzpläne aus dem Kopf schlagen ... :-#( :(
Nun ja, da pflanze ich mir halt ne Hecke in den Wintergarten. :-#=
Immerhin brauche ich nie wieder grünen oder schwarzen Tee zu kaufen.
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BeitragWinterharte CamelliaMi 07 Sep, 2011 13:52
Schaut mal bei:
http://www.camforest.com/SearchResults.asp
nach. Die haben Camellia-Sorte, die bis Zine 6 winterhart sind.- Allerdings solltet ihr Samen bestellen. Zwei Versuche mit Pflanzen bzw. Stecklingen habe nicht geklappt, weil die Zollinspektion über eine Woche gedauert hat, das haben die Pflanzen nicht überlebt. Die samen haben bis auf 1 Korn (von 20) alle gekeimt! Ich habe die Small Leaf ausgesät und werde sie im nächsten Frühjahr auspflanzen, dieses Jahr ist es mir zu spät.
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BeitragDo 08 Sep, 2011 22:16
hallo,
diese frosthärteren sorten gibt es auch hier zu kaufen. samen sind leider nicht sortenrein, die meissten kameliensorten werden vegetativ vermehrt.
ausserdem ist winterhart bei kamelien ein etwas kritischer begriff. bei mir (zone7b) sind sie seit jahren ohne winterschaden ausgepflanzt, doch im topf würde mir keine überleben. topfpflanzen bekommen bei frost einen totalschaden an den wurzeln. nur im boden vergraben, vertragen die wurzeln den frost. dort durchfriert der wurzelballen viel schonender, ganz ohne schockfrost.
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BeitragDi 28 Feb, 2012 19:57
ich krame mal eine ältere beitragsreihe aus.

vorletztes jahr im winter habe ich mir eine kamelie gekauft. die stand dann letztes jahr bis spät im dezember draußen, hatte überall blüten angelegt und war übers jahr auch gewachsen.
ich habe sie kurz vor weihnachten doch reingeholt, weil ich sie wegen frost nicht verlieren wollte. und da begann das drama. ein paar blüten gingen auf aber sie verlor immer mehr blätter und auch blütenknospen. ein teil der stecklinge im topf hat leider das zeitliche gesegnet, der rest ist so naja. ich weiß noch nicht, ob da was überlebt.

nun hab ich mir aus einem angebot 2 neue geholt. die stehen noch in der wohnung.
ich möchte die dieses jahr auspflanzen und draußen lassen. ich habe nicht weit von hier schon ausgepflanzte gesehen. die eigentümer waren ganz erstaunt über meine frage, ob die da schon länger stehen.
ich glaube, dass ich in klimazone 8a wohne.

kann mir jemand sagen, ob ich die frisch gekauften kamelien jetzt schon nach draußen bringen kann? ich hab nen bissle bammel, dass denen die wohnung gar nicht gut tut.

für tips und rat wäre ich sehr dankbar!

grüße yvonne
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BeitragDi 28 Feb, 2012 20:43
Hallo Yvonne,

ich vermute mal, bei Dir geht es um eine der Camellia japonica Züchtungen?


Dein altes Exemplar hast Du wahrscheinlich tatsächlich gekillt, indem Du es von draußen ins Warme geholt hast.
Bei Deinen beiden neuen kommt es erstmal auf die Frage an, wo sie vorher standen, als Du sie gekauft hast. Draußen, oder im Kalthaus? Bei ersterem sollten die jetzt auch eher draußen sein. Im zweiten Fall wäre die Frage, was für sie die größere Umstellung ist, wämer als vorher oder kälter als vorher.
Am besten stünden sie dann wohl jetzt kühl (Garage mit Fenster, Treppenhaus, ungeheizter Raum, etc.).


I. d. R. kann man solche Pflanzen in Zone 8a problemlos auspflanzen (Bodenansprüche beachten). Aber erstens gibt es da Sorten, die speziell für draußen gezüchtet sind, und andere, bei denen andere Eigenschaften in der Zucht wichtiger waren, und die evtl. dann doch eher was für einen kühlen Wintergarten sind; und zweitens gibt es eine ganze Reihe von Kamelien, die einen deutschen Winter problemlos überleben, aber trotzdem jedes Jahr verschnupft genug sind, daß sie die Blütenknospen abwerfen. So hat man dann auf ewig ein grünes Büschlein im Garten und sieht nie ein Blüte.

Dann stellt sich immer die Frage, ob und wann man im Winter durch Winterschutz der Frosttrocknis vorbeugen will/muß; oder die Frage, ob die Knospen evtl. durch Winterschutzmaßnahmen zu retten wären - beides Arbeit.



Wenn wieder so eine Situation entsteht, daß Du bei mehr oder weniger frostharten Kübelpflanzen mitten im Winter plötzlich beschließt, sie bräuchten Deine Fürsorge, dann hol' sie nicht ins warme Haus. Bring sie irgendwo unter, wo sie nur minimal wärmer und geschützer stehen als vorher (siehe Vorschläge oben). Wenn Dir so ein Ort "bequem" zur Verfügung steht, wäre die Frage, ob es nicht weniger Arbeit ist, Kamelien im Kübel zu halten, als sich bei ausgepflanzten Exemplaren evtl. mit den eben erwähnten Winterschutzmaßnahmen rumzuplagen.
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BeitragDi 28 Feb, 2012 21:07
vielen dank für die schnelle antwort!!

naja, ich war mir unsicher.
wir sind über weihnachten/silvester weggefahren und da hätte ich sie nicht reinholen können.
ich hab sie in einen fast ungeheizten raum, so bei 15 grad, gestellt. da wurde nur hin und wieder geheizt. in regelmäßig geheizte räume habe ich sie gleich gar nicht gestellt.

tja, leider weiß ich nicht, woher die neuen kamelien herkommen. die sind ausm supermarkt, steht auch nur drauf "camelia japonica". sie haben blütenknospen, einige sind auf. blühen kamelien auch wenn sie keine kalte periode durchgemacht haben? ich würde mal davon ausgehen, dass die aus dem kalthaus kommen.
ich würd mich halt gern an den blüten erfreuen.

dann pack ich die mal lieber nach draußen und pflanz die dann später aus. ich versuchs mal mit draußen lassen. für den fall dass sie nicht blühen, muss ich mir dann was anderes einfallen lassen.
einen wintergarten habe ich leider nicht. ansonsten bleibt dann nur noch verschenken.

grüße yvonne
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BeitragDi 28 Feb, 2012 21:12
hallo Caira,
unter http://www.kamelien.de/ steht eine Menge dazu. Mit Auspflanzungen in Deutschland bin ich auch eher skeptisch und sehe das wie @Scrooge. Ich halte Kamelien ganzjährlich in der Wohnung und stelle sie nur im Hochsommer nach draussen, auch gern in den warmen Regen. In der Wohnung bekommen sie auch in etwa das Zusatzlicht, wie unter kamelien.de beschrieben.
Trotzdem sind mir aber auch schon Kamelien dahin geschieden. So ganz einfach sind sie ja leider nicht.

Liebe Grüsse
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BeitragDi 28 Feb, 2012 21:31
hallo swenja,

ich weiß, dass die nicht so einfach sind, und sehs son bissle als herausforderung.
man hat ja sonst nix weiter zu kämmen außer den ganzen restlichen pflänzlein :-#=
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