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Aussaat Eiche oder Buche? --> jetzt Ahorn

Tipps zur Pflege, Vermehrung, Aufzucht von Pflanzen aus Saatgut ...
Worum geht es hier: Vermehrung, Anzucht und Aufzucht von Pflanzen...
Vermehrungsarten (wie kann ich eine Pflanze vermehren), Saatgut (in welcher Erde, wie zur Keimung bringen, Samen ernten), Aussaat (wann aussäen, Temperatur zum Keimen, wie viel Licht und Luftfeuchtigkeit, welches Wasser und wie oft gießen), Pikieren (wann teilen, Wurzeln trennen und vereinzeln, wie und wann umpflanzen), Stecklinge (wann schneiden und wie anschneiden), Anzucht (welches Substrat, im Gewächshaus oder Freiland), Düngen von jungen Pflanzen, Blüte und Frucht (wann kommt das erste Blatt, die erste Blüte oder Früchte).
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Azubi
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Ich möchte gerne eine kleine Eiche oder Buche aufziehen und habe dazu einige Fragen. Es soll kein Bonsai o.ä. werden, sondern am Ende soll die Pflanze eh raus (in den Wald) gepflanzt werden. Und es wäre auch schön, wenn die Pflanze schnell wächst, weil ich wahrscheinlich nur noch 4-6 Jahre in der Gegend bin.

-> Eiche oder Buche? Eiche habe ich schonmal probiert, bin aber kläglich gescheitert. Die Bläter sind vertrocknet, aber die Erde hat geschimmelt. Dafür findet man Eicheln in rauen Mengen, während ich noch keine einzige Buchecker dieses Jahr gesehen habe. Ökologische Gesichtspunkte (was ist eher selten? usw.) wären schön, aber bitte auch darauf achten, dass ich eine Anfängerin bin und gerne etwas eher pflegeleichtes hätte.

-> Setzling im Wald (jede Woche nachschauen) oder mit Samen? Das Auspflanzen/suchen wäre kein Problem, da in ca. 500 m Entferung ein Wald mit reichlich Buchen und Eichen wächst. Samen (Eichel) habe ich wie oben erwähnt ohne Erfolg schonmal probiert, fände es aber theoretisch schöner, sozusagen das Gesamte Leben des kleinen Baums zu beobachten. Außerdem müsste ich mit Samen bis zum nächsten Herbst warten.

Ja... wenn mir noch mehr Fragen einfallen, melde ich mich nochmal. Danke im Voraus für alle, die sich die Mühe machen und antworten!
Tamara :-#:
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BeitragRe: Eiche oder Buche?So 26 Feb, 2017 18:10
Hallo Tamara :)

So ganz hab ich das wohl noch nicht verstanden... :-k
Warum willst du einen kleinen Baum aufziehen? Einfach so, um mal zu beobachten wie das mit der Keimung und dem Wachstum vonstatten geht? Oder steht da ein "höherer Sinn" hinter (etwas mehr oder weniger eigenes schaffen), insbesondere weil du den Baum später in einem Wald unterbringen willst?

Buchen und Eichen lassen sich als Jungbäume gern Zeit zum Wachsen. Insbesondere den Eichen sagt man ja gerne nach, dass sie sich Zeit lassen. Wenn du also was "schnellwachsendes" suchst, warum dann nicht eine Birke oder ein Ahorn? Von letzteren dürftest du im Herbst problemlos Saatgut bekommen. Dann ab in den Topf damit und draußen "vergessen". Im nächsten Jahr keimen die jungen Ahorne dann. :wink:

Schimmel auf der Erde ist fast immer ein Zeichen von zu viel Feuchtigkeit. Du hast es vermutlich mit dem Wässern allzu gut gemeint. Deiner jungen Eiche haben daraufhin die Wurzeln Schaden genommen und weil sie sich dann nicht mehr versorgen konnte, ist sie dann scheinbar "vertrocknet".
Buchen bilden nicht jedes Jahr gleich viele Mengen an Bucheckern, sondern speziell dann, wenn sie in so genannten "Mastjahren" sind:
Nach einem trockenen heißen Jahr fällt die Bucheckernernte häufig besonders reichlich aus. Solche Mastjahre gehören zur Überlebensstrategie von Buchen. Würden sie jedes Jahr gleich viele Samen ausbilden, würden Mäuse, Wildschweine und Vögel ihre Population an dieses konstante Nahrungsangebot anpassen. Durch die nur gelegentlich überreichlich gebildeten Samen wird sichergestellt, dass mehr Samen ausgebildet werden, als die Tiere zu fressen vermögen. Mastjahre stellen jedoch für die Bäume eine starke Belastung dar, da ein Baum etwa zwei Drittel des Jahresgewinns an assimiliertem Zucker zur Bucheckernproduktion verbraucht; daher werden nach einem solchen Jahr in deutlich geringerem Umfang Bucheckern ausgebildet, selbst wenn die klimatischen Voraussetzungen gut sind.
zitiert von https://de.wikipedia.org/wiki/Rotbuche

Insofern wundert es mich nicht, dass du keine Bucheckern finden konntest. Außerdem ist es bereits so spät (oder früh, je nachdem wie man es dreht :lol: ) im Jahr, dass mögliche Vorkommen von Bucheckern entweder bereits unter der Erde oder im Magen irgendwelcher Tiere verschwunden sind.

Das Auspflanzen im Wald kann durchaus ein "Problem" werden, wenn du deine Pflanze später einfach so da einbuddeln willst. Das darfst du nämlich nicht, denn auch der Wald gehört jemandem und du würdest es ja auch nicht wollen, wenn jemand einfach auf deinem Grund und Boden rumbuddelt.
Bevor du dir Gedanken machst über das Bäumchen, das du aufziehen willst, solltest du den Eigentümer des Waldes fragen, ob du deinen Jungbaum später dort hinbringen darfst. Falls du nicht weißt oder herausfinden kannst, wer der Eigentümer des Waldes ist, dann solltest du dich an das nächste Forstamt wenden. Die können dich dann an den zuständigen Förster und der dann ggf. an den Eigentümer weitervermitteln.
Bäume einfach so im Wald einzubuddeln ist jedenfalls nicht erlaubt! [-X

Und vllt kann dir der Förster auch einen Tipp geben, was für Baumarten gut für den Wald wären. Das wäre auf jeden Fall besser, als irgendeine Baumart aufzuziehen und sie hinterher aber nicht "loszuwerden", weil sie nicht in den Wald passt. Dafür werden nämlich auch so was wie Richtlinien aufgestellt, welche Bäume gehegt und gepflegt werden und welche eben nicht.


lg
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BeitragRe: Eiche oder Buche?So 26 Feb, 2017 21:59
hallo

wenn du eine bäumchen groß ziehst, darfst du es leider nicht einfach so in den wald pflanzen, es sei denn du fragst den besitzer/förster des waldes :wink:

wie das nun mal so ist gibt es da gesetze :wink:

http://www.wald-prinz.de/category/wald-recht
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BeitragRe: Eiche oder Buche?Mo 27 Feb, 2017 8:55
GinkgoWolf hat geschrieben:Warum willst du einen kleinen Baum aufziehen? Einfach so, um mal zu beobachten wie das mit der Keimung und dem Wachstum vonstatten geht? Oder steht da ein "höherer Sinn" hinter (etwas mehr oder weniger eigenes schaffen), insbesondere weil du den Baum später in einem Wald unterbringen willst?

Na ja, schon eher um den Baum dann zu beobachten. Außerdem finde ich den Gedanken irgendwie cool, dass der kleine Baum -hoffentlich- auch wenn es mich nicht mehr gibt weiterlebt.
GinkgoWolf hat geschrieben:...
Buchen bilden nicht jedes Jahr gleich viele Mengen an Bucheckern, sondern speziell dann, wenn sie in so genannten "Mastjahren" sind:
...
Insofern wundert es mich nicht, dass du keine Bucheckern finden konntest. Außerdem ist es bereits so spät (oder früh, je nachdem wie man es dreht :lol: ) im Jahr, dass mögliche Vorkommen von Bucheckern entweder bereits unter der Erde oder im Magen irgendwelcher Tiere verschwunden sind.

Danke für den Tipp, dan weiß ich ja schonmal meinen Fehler. Und auch im Herbst habe ich eher keine gesehen- es war wohl letztes oder vorletztes Jahr ein Mastjahr. Wann kommt dann wieder ein "normales Jahr"?
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BeitragRe: Eiche oder Buche?Di 28 Feb, 2017 15:33
Tja, so genau kann man das leider nicht vorhersagen:

Mastjahre treten laut Burkart artspezifisch, wenn auch nicht mit strenger Regelmässigkeit auf. Es sei ein genetischer Biorhythmus der Pflanze, der jedoch vom Wetter beeinflusst werde.
[...]
Experten gehen davon aus, dass zwei Faktoren Mastereignisse bestimmen: das Energiebudget des Baumes und Umwelteinflüsse. So fliegen in Jahren mit wenig Blüten zu wenig Pollen, um viele Früchte hervorzubringen. Die Bäume sparen Energie, die in der nächsten Saison in die Produktion von Blüten und Samen gesteckt werden kann. Danach sind die Bäume ausgelaugt und machen Pause. «Nach der Mast folgt die Rast», schreibt die WSL.

Energie und Blütenmenge werden vor allem von Wetter und Klima bestimmt. Das klimatische Muster für die Buchenmast in Mitteleuropa ist ein kühler Frühsommer in einem Jahr und ein warmer Frühsommer im darauffolgenden Jahr. Im dritten Jahr gibt es dann gute Chancen für eine Mast.
zitiert von https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/wald/buche-2016-ist-mastjahr-30192.html

Vllt beantwortet das deine Frage. :wink:

Und hier gibt's noch was zum Lesen:
http://www.waldwissen.net/waldwirtschaft/waldbau/verjuengung/wsl_mastjahre/index_DE
Ist zwar auf den Schweizer Wald bezogen, aber dennoch interessant :wink:

lg
Henrike
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BeitragRe: Eiche oder Buche?Di 28 Feb, 2017 18:25
GinkgoWolf hat geschrieben:Wenn du also was "schnellwachsendes" suchst, warum dann nicht eine Birke oder ein Ahorn? Von letzteren dürftest du im Herbst problemlos Saatgut bekommen. Dann ab in den Topf damit und draußen "vergessen". Im nächsten Jahr keimen die jungen Ahorne dann. :wink:

Danke für den Tipp! Den Tipp mit den Ahornen habe ich mir zu Herzen genommen und -da wir nicht mehr Herbst haben- unter den Ahornbäumen der Umgebung gesucht. Tja, jetzt bin ich also im Besitz von 20 süßen kleinen Ahornchen- Bild kommt morgen Nachmittag.
Kann mir irgendwer Tipps zu Ahornen geben?

Danke, Tamara

--> Kann ich zwanzig Ahorne in einen herkömmlichen Blumenkasten säen oder brauchen die mehr Platz?
--> brauchen die irgendwie Muttererde oder Herkömmliche Blumenerde? Geht auch eine Mischung? ist Muttererde alles im Umkreis von 100 m um den Baum oder ... Geht auch Erde von unter irgend einem anderen Ahorn?
--> Wie ist das generell mit Ahornen? Wie viel Licht brauchen die (Südfenster oder Westfenster?) Wie viel muss man gießen? (Am besten konkrete Anweisung z.B. jeden Tag eine Kaffeetasse oder ... Oder mir genau sagen wann der Boden dann zu trocken wird. Ich bin der Typ, der entweder einmal im Monat denkt: Ach ja, da war ja was und dann schuldbewusst viel zu viel gießt. Oder ich bin pflichtbewusst und gieße jeden Tag so dass es wirklich reicht - kam bisher aber nur bei den Eichen vor. Dementsprechend überleben bei mir eigentlich nur Kakteen :cry:)
--> Wie schnell wachsen die? Sind sie nächstes Jahr schon groß? Oder erst nächstes Jahr? oder wann?
--> Was für Boden brauchen die? Sauren? Sandigen? Keine Ahnung!

Tamara :)
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BeitragRe: Eiche oder Buche?Di 28 Feb, 2017 18:30
Da denke ich, findest du hier
ahorn-acer-t97731.html#p1191095
schon eine ganze Menge.
Da stecken auch noch andere Links zu Steckbriefen mit drin.

oder einfach mal die Forensuche search.php oben rechts benutzen :wink:
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BeitragRe: Eiche oder Buche?Di 28 Feb, 2017 18:59
Danke an @gudrun für den Vorschlag! :)
Sobald ich es hinkriege, ein oder zwei Bilder zu den kleinen.
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BeitragRe: Eiche oder Buche?Di 28 Feb, 2017 19:03
Mit den Bildern geht es so:
wie-lade-ich-bilder-in-einen-beitrag-t96635.html#p1178603
Und sie sollten nicht grösser als 2000x2000 Pixel haben, eher etwas weniger.
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BeitragRe: Eiche oder Buche? --> AhornDi 28 Feb, 2017 19:17
Weiß jemand welche Art das ist? Danke! :-#: :zacksx: [Hach, ich liebe diese Smilies!]

Brauchen Ahorne Muttererde? geht da auch eine Mischung? Wenn ich 20 keimende Samen mitnehme, stört das keinen. Aber mit einem Sack voll Erde sieht das dann wahrscheinlich anders aus...
Bilder über Aussaat Eiche oder Buche? --> jetzt Ahorn von Di 28 Feb, 2017 19:17 Uhr
DSC03569.JPG
Ahorn, aber welcher?
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BeitragRe: Eiche oder Buche? --> AhornDi 28 Feb, 2017 19:29
Hast du die Links, die ich oben gepostet habe, mal gelesen?
Da werden sicherlich schon viele deiner Fragen beantwortet.

Und wenn du zu deinen Beiträgen noch etwas hinzufügen möchtest, dann nimm doch bitte den Bearbeiten-Button rechts oben :wink:
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BeitragRe: Eiche oder Buche? --> AhornDi 28 Feb, 2017 19:33
Stimmt, danke! Das "Keimsubstrat" habe ich wohl überlesen. :oops: Sonst habe ich den Link gleich durchgelesen. Und danke für den Tipp mit dem "bearbeiten-Button"! Den habe ich gleich mal ausprobiert.
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BeitragRe: Eiche oder Buche? --> AhornDo 02 Mär, 2017 19:56
Ich würde dir die Eiche empfehlen! :) Habe ich auch genommen, wächst schnell!
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Zunächst ein Hoch auf Dein Vorhaben - mit Einschränkungen...

Meine Erfahrung sagt mir, dass einheimische Arten sich sehr gut selbst vermehren, wenn der Mensch nicht allzu "ordnend" eingreift. Das betrifft das einerseits hauptsächlich (nur soweit ich beobachten kann) Ahorne, Birke, Rotbuche, Trauben- und (v.a.) Stiel-Eiche, Erle, Esche, Linde und mit etwas Glück auch Walnuss und sogar Ginkgo. Andererseits beziehe ich mich mit "ordnend" auf regelmäßige Grasmahd und speziell das herbstliche Laubsammeln. Weiterhin betrifft das nur untergeordnet eine Vermehrung durch tierische Helfer wie Eichhörnchen und Co. und außerdem nicht nur Windsamer. Vögel verbreiten vor allem (Wild-)Obst oder Sträucher, indem sie (hauptsächlich) "Beeren" fressen und die Samen unverdaut irgendwo wieder ausscheiden (sogar die der für uns Menschen ziemlich giftigen Eibe).

Sofern dir ein eigenes Fleckchen Erde gehört, das nicht regelmäßig kultiviert wird, hast du schon mal eine gute Grundlage und brauchst keine Töpfe oder Kübel. Du kannst zB auf einem Quadratmeter die evtl. vorhandene Grasnarbe abheben und den offenen Boden einige Zentimeter tief lockern. Dann kannst du dieses Quadrat noch weiter unterteilen und auf jedem Teilstück mehrere Samen oder (teilweise geöffnete) Früchte einer einzelnen Art verteilen, möglichst bald nachdem sie "ihren" Baum im Herbst verlassen haben.

Durch Aufbringen einer dünnen Schicht aus feuchtem "weichem" Laub erhalten die Samen der meisten einheimischen Frostkeimer über den Winter ausreichend Feuchtigkeit zum Quellen und anschließendem Aufgehen im einsetzenden Frühjahr. Mit weichem Laub meine ich solches, das gut Feuchtigkeit annimmt, das nicht ewig zur Verrottung braucht und zudem wenig Gerbstoffe (also nicht wie Eichen, Rotbuche, Rosskastanie) enthält, was nämlich den Samen mancher anderer Arten eher am Keimen hindert. Empfehlen möchte ich das Laub von Spitz- und Berg-Ahorn, von einheimischen Obstbäumen (Apfel, Kirsche, Birne usw.) sowie Sommer- oder Winterlinde, Gemeine Esche und Weiden- und Pappel-Arten. Keimende Samen sollte man vor der Bildung "echter" Blätter (also diejenigen oberhalb des Keimblattpaares) nicht stören.

Bedenke, dass viele einheimische Gehölze Frostkeimer sind. Außerdem sind viele dieser Arten Tiefwurzler, allen voran die Gemeine Esche und auch viele Ahorn-Arten (ein zweijähriger Spitzahorn-Sämling kann sich schon bis 45cm im Boden verankern, die Esche bis 60cm, je nach günstigem/er Boden/Gegend/Klima)

Zur Frage nach der Art, die deine Ahorn-Frucht zeigt: Viele Ahorn-Arten lassen sich u. a. und schlussendlich durch die Anordnung ihrer Samenpaare (Spaltfrucht!) konkret erkennen (deren Winkel und die Form der "Flügel"). Sehr wahrscheinlich könnte dein Foto einen Spitzahorn zeigen, Berg-Ahorn würde ich aufgrund der Abwinkelung der "Bruchstelle" ausschließen. Im Übrigen "bestimmt" man sog. Blütenpflanzen zunächst nach der Blüte, anschließend nach dem Blatt (!) und nachher nach der Frucht.

In unserer Gegend, einem Talkessel in Ostsachsen, scheint 2016 ein "Mastjahr" gewesen zu sein, wie auch einige nicht immer aufeinander folgende Vorjahre. Die letzten Sommer hielten zuletzt oft eine früh- oder mittsommerliche wochenlange "Dürre" vor, oft aber gefolgt von einem mehr oder weniger andauernden kühl-feuchten Spätsommer und einem ebenfalls relativ trockenen Herbst.

[OT]Mithin erkenne ich an "Mastjahren" ausschließlich den Verlauf der vorangegangenen Saison und nutze diese Erkenntnisse nicht für fehlinterpretierte "Vorhersagen" für das/die kommende/n Jahr/e, da deren Verlauf sehr wahrscheinlich und hauptsächlich nur durch die vorangegangene (also die laufende) Winter-/Frühjahr-Saison bestimmt wird (Temperatur- und Feuchtigkeitsverlauf).[/OT]
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